AUSSENBORDMOTOREN HANDBUCH FÜR BESITZER

F30/40 BM F30/40 FW / FW-T-EFI F30/40 BW / BW-T-EFI / BW-D-EFI

Inhaltsverzeichnis

1. Hauptkomponenten und allgemeine Informationen

1.1 Hauptkomponenten

F40 Außenbordmotor Hauptkomponenten Vorderansicht

F40 Außenbordmotor Hauptkomponenten Seitenansicht

  1. Obere Motorabdeckung
  2. Verschlussgriff für obere Motorabdeckung
  3. Ablassschraube
  4. Antikavitationsplatte
  5. Trimm-Tab
  6. Propeller
  7. Kühlwassereinlass
  8. Tilt- & Trimmstange
  9. Klemmenhalterung
  10. Tilt- & Trimmknopf
  11. Steuerpinne
  12. Startergriff
  13. Schalthebel
  14. Engine Stop-Knopf und Schalter
  15. Reibungseinsteller für Gasgriff
  16. Gasgriff
  17. Klemmschraube
  18. Stützstange
  19. Tilt-Sperrstange
  20. Kraftstofftank
  21. Fernbedienungsbox

Ein tragbarer Kraftstofftank umfasst folgende Teile:

Tragbarer Kraftstofftank Vorderansicht

    1. Tankdeckel 3. Entlüftungsschraube

Tragbarer Kraftstofftank Rückansicht mit Tankanzeige

    1. Kraftstoffanschluss 4. Tankanzeige

WARNUNG:

Der mit diesem Motor gelieferte Kraftstofftank darf nur als Kraftstoffvorrat für seinen Betrieb verwendet werden und darf nicht als Kraftstofflagerbehälter dienen.

Fernbedienung

Der Fernbedienungshebel betätigt sowohl die Schaltung als auch das Gas. Die elektrischen Schalter sind an der Fernbedienungsbox montiert.

    1. Fernbedienungshebel
    1. Neutralverriegelungsauslöser
    1. Neutralgashebel
    1. Hauptschalter/Choke-Schalter
    1. Engine Stop-Schalter
    1. Reibungseinsteller für Gasgriff

Fernbedienungsbox Layout und Schalter

Fernbedienungshebel

Das Bewegen des Hebels nach vorne aus der Neutralstellung legt den Vorwärtsgang ein. Das Zurückziehen des Hebels aus der Neutralstellung legt den Rückwärtsgang ein. Der Motor läuft weiterhin im Leerlauf, bis der Hebel um ca. 35º bewegt wird (eine Rastung ist spürbar). Weiteres Bewegen des Hebels öffnet das Gas und der Motor beginnt zu beschleunigen.

    1. Neutral "N"
    1. Vorwärts "F"
    1. Rückwärts "R"
    1. Schalten
    1. Vollständig geschlossen
    1. Gas
    1. Vollständig offen

Fernbedienungshebel Positionen Diagramm

Neutralverriegelungsauslöser

Um aus der Neutralstellung zu schalten, ziehen Sie zuerst den Neutralverriegelungsauslöser nach oben.

Lage des Neutralverriegelungsauslösers

  1. Neutralverriegelungsauslöser

Neutralgashebel

Um das Gas zu öffnen, ohne in den Vorwärts- oder Rückwärtsgang zu schalten, bringen Sie den Fernbedienungshebel in die Neutralstellung und heben Sie den Neutralgashebel an.

HINWEIS:

Der Neutralgashebel funktioniert nur, wenn sich der Fernbedienungshebel in der Neutralstellung befindet. Der Fernbedienungshebel funktioniert nur, wenn sich der Neutralgashebel in der geschlossenen Position befindet.

    1. Vollständig offen
    1. Vollständig geschlossen

Neutralgashebel Positionen vollständig offen und geschlossen

1.2 Allgemeine Informationen

1.2.1 Spezifikationen

Wichtigste technische Daten:

ElementDatenElementDaten
MotortypDrei Zylinder, 4-TaktGewicht (BWL-D-EFI / BWS-D-EFI)101.5Kg / 99.9Kg
Hubraum747cm³Gewicht (FWL-T-EFI / FWS-T-EFI)102.1Kg / 100.5Kg
Bohrung × Hub65mm × 75mmEmpfohlener KraftstoffBleifreies Normalbenzin
Getriebeübersetzung2.0 (26/13)Kraftstofftankvolumen24L
Gesamtlänge1173mm (BM/BW) / 768mm (FW)Empfohlenes MotorölSAE10W30 oder SAE10W40
Gesamtbreite426mm (BM/BW) / 410mm (FW)Motorölmenge1.7L (mit Ölfilter)
Gesamthöhe (S/L)1361mm (S) / 1234mm (L)Empfohlenes GetriebeölHypoid-Getriebeöl SAE #90
Spiegelhöhe (S/L)381mm (S) / 508mm (L)Getriebeölmenge430cm³
Gewicht (BML / BMS)94Kg / 92.4KgZündkerzeDPR7EA-9
Gewicht (BWL / BWS)97.5Kg / 95.9KgZündkerzenabstand0.8~0.9mm
Gewicht (FWL / FWS)96.6Kg / 95Kg

Wichtigste Leistungsdaten:

ElementDatenElementUnterelementDaten
Maximale Leistung29.4Kw / 5500rpmAnzugsdrehmoment für MotorZündkerze18.0Nm
Leerlaufdrehzahl (in Neutral, Vergaser)900±50rpmAnzugsdrehmoment für MotorPropellermutter35.0Nm
Leerlaufdrehzahl (in Neutral, EFI)800±50rpmAnzugsdrehmoment für MotorMotoröl-Ablassschraube27.0Nm
Volllastbereich5000~6000rpmAnzugsdrehmoment für MotorMotorölfilter18.0Nm
Ventil Einlass (kalter Motor)0.15~0.25mm
Ventil Auslass (kalter Motor)0.25~0.35mm

1.2.2 Anweisungen zum Auftanken

Anweisungen zum Auftanken:

Empfohlenes Benzin:

Bleifreies Normalbenzin. Wenn nicht verfügbar, dann Superbenzin.

Wenn Klopfen oder Klingeln auftritt, verwenden Sie eine andere Benzinmarke oder bleifreies Superbenzin. Wenn normalerweise bleihaltiges Benzin verwendet wird, sollten die Motorventile und zugehörigen Teile alle 100 Betriebsstunden inspiziert werden.

WARNUNG:

  • Beim Tanken nicht rauchen und von Funken, Flammen oder anderen Zündquellen fernhalten.
  • Stoppen Sie den Motor vor dem Tanken.
  • Tanken Sie in einem gut belüfteten Bereich; tanken Sie tragbare Kraftstofftanks außerhalb des Bootes.
  • Überfüllen Sie den Kraftstofftank nicht.
  • Achten Sie darauf, kein Benzin zu verschütten. Wenn Benzin verschüttet wird, wischen Sie es sofort auf.
  • Ziehen Sie den Tankdeckel nach dem Tanken fest an.
  • Falls Sie Benzin verschlucken, viel Benzindampf einatmen oder Benzin in die Augen bekommen, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
  • Wenn Benzin auf Ihre Haut gelangt, waschen Sie es sofort mit Seife und Wasser ab. Wechseln Sie die Kleidung, wenn Benzin darauf verschüttet wurde.
  • Berühren Sie mit der Zapfpistole Metallkomponenten, um elektrostatische Funken zu vermeiden.

VORSICHT:

Verwenden Sie nur neues, sauberes Benzin, das in sauberen Behältern gelagert wurde und nicht mit Wasser oder Fremdstoffen verunreinigt ist.

Motoröl:

Empfohlenes Motoröl: 4-Takt-Außenbordmotoröl SAE10W30 und SAE10W40 (1.7L).

WARNUNG:

  • Starten Sie den Motor nicht bei niedrigem Ölstand. Es können schwere Schäden auftreten.
  • Überprüfen Sie immer den Ölstand, bevor Sie den Motor starten.

VORSICHT:

Alle 4-Takt-Motoren werden ab Werk ohne Motoröl ausgeliefert.

1.2.3 Propellerauswahl

Die Leistung Ihres Außenbordmotors wird entscheidend von Ihrer Propellerwahl beeinflusst, da eine falsche Wahl die Leistung beeinträchtigen kann. Der Außenbordmotor ist mit Propellern ausgestattet, die für eine Reihe von Anwendungen gut geeignet sind, aber es kann Anwendungen geben, bei denen ein Propeller mit einer anderen Steigung angemessener wäre. Händler führen ein Sortiment an Propellern und können Sie beraten und einen Propeller an Ihrem Außenborder installieren, der am besten für Ihre Anwendung geeignet ist.

Für eine größere Bootslast und eine niedrige Motordrehzahl ist ein Propeller mit kleinerer Steigung besser geeignet. Umgekehrt ist ein Propeller mit großer Steigung für eine kleinere Betriebslast besser geeignet, da er die Aufrechterhaltung der korrekten Motordrehzahl ermöglicht.

2. Betrieb

2.1 Installation

Montieren Sie den Außenbordmotor auf der Mittellinie (Kiellinie) des Bootes. Bei Booten ohne Kiel oder asymmetrischen Booten konsultieren Sie Ihren Händler.

  1. Mittellinie (Kiellinie) 1

HINWEIS:

Überprüfen Sie während der Erprobung auf dem Wasser den Auftrieb des Bootes im Ruhezustand mit maximaler Beladung. Überprüfen Sie, ob der statische Wasserstand am Auspuffgehäuse niedrig genug ist, um den Eintritt von Wasser in den Kraftkopf zu verhindern, wenn das Wasser aufgrund von Wellen ansteigt, während der Außenborder nicht läuft.

WARNUNG:

  • Die Übermotorisierung eines Bootes könnte schwere Instabilität verursachen. Installieren Sie keinen Außenbordmotor mit mehr Leistung als der maximalen Nennleistung auf dem Kapazitätsschild des Bootes. Wenn das Boot kein Kapazitätsschild hat, wenden Sie sich an den Bootshersteller.
  • Eine unsachgemäße Montage des Außenbordmotors könnte zu gefährlichen Bedingungen führen. Ihr Händler oder eine andere in der ordnungsgemäßen Takelage erfahrene Person sollte den Motor montieren. Wenn Sie den Motor selbst montieren, sollten Sie von einer erfahrenen Person geschult werden.
  • Die in diesem Abschnitt enthaltenen Informationen sind nur als Referenz gedacht. Die ordnungsgemäße Montage hängt zum Teil von der Erfahrung und der spezifischen Kombination aus Boot und Motor ab.

2.1.1 Montagehöhe

Die Montagehöhe des Außenbordmotors beeinflusst die Effizienz Ihres Bootes erheblich. Wenn die Montagehöhe zu hoch ist, tritt eher Kavitation auf, wodurch der Vortrieb verringert wird. Wenn die Montagehöhe zu niedrig ist, erhöht sich der Wasserwiderstand und verringert dadurch die Motoreffizienz. Montieren Sie den Außenbordmotor so, dass sich die Antikavitationsplatte zwischen dem Boden des Bootes und einem Niveau von 25mm darunter befindet.

Montagehöhe Diagramm mit Antikavitationsplatte

HINWEIS:

Die optimale Montagehöhe des Außenbordmotors wird durch die Boot-Motor-Kombination und den gewünschten Einsatz beeinflusst. Testfahrten in unterschiedlichen Höhen können helfen, die optimale Montagehöhe zu bestimmen. Für weitere Informationen wenden Sie sich an Ihren "PARSUN"-Händler oder den Bootshersteller.

2.1.2 Festklemmen des Außenbordmotors

  1. Ziehen Sie die Klemmschrauben des Spiegels gleichmäßig und fest an. Überprüfen Sie gelegentlich die Klemmschrauben während des Betriebs des Außenbordmotors auf festen Sitz, da sie sich durch Motorvibrationen lockern könnten.

Anziehen der Spiegel-Klemmschrauben

VORSICHT:

Außenborder, die nur Klemmschrauben verwenden, sind NICHT AUSREICHEND, um den Außenborder ordnungsgemäß und sicher am Spiegel zu befestigen. Zur ordnungsgemäßen Installation des Außenborders gehört das Verschrauben des Motors mit dem Boot durch den Spiegel.

WARNUNG:

Lose Klemmschrauben könnten dazu führen, dass der Außenbordmotor vom Spiegel abfällt oder sich darauf bewegt. Dies könnte zum Verlust der Kontrolle führen. Stellen Sie sicher, dass die Klemmschrauben fest angezogen sind; überprüfen Sie die Schrauben gelegentlich während des Betriebs auf festen Sitz.

  1. Wenn der Motor mit einer Haltekabelbefestigung ausgestattet ist, sollte ein Sicherheitskabel oder eine Kette verwendet werden. Befestigen Sie diese an einem sicheren Montagepunkt am Boot, um zu vermeiden, dass der Motor völlig verloren geht, falls er versehentlich vom Spiegel abfällt.

Befestigungspunkt für Motor-Sicherheitskabel

  1. Sichern Sie die Klemmhalterung mit den entsprechenden Bolzen am Spiegel. Einzelheiten erfahren Sie bei Ihrem Händler.

WARNUNG:

Vermeiden Sie die Verwendung ungeeigneter Bolzen, Muttern oder Unterlegscheiben. Testen Sie nach dem Anziehen den Motorlauf und prüfen Sie deren festen Sitz.

2.2 Einfahren des Motors

Ihr neuer Motor benötigt eine Einfahrzeit, damit sich die Passflächen beweglicher Teile gleichmäßig einlaufen können.

VORSICHT:

Die Nichtbeachtung des Einfahrvorgangs könnte zu einer verringerten Lebensdauer des Motors oder sogar zu schweren Motorschäden führen.

  1. Für die erste Betriebsstunde:

Lassen Sie den Motor mit 2000 U/min oder bei etwa Halbgas laufen.

  1. Für die zweite Betriebsstunde:

Lassen Sie den Motor mit 3000 U/min oder bei etwa Dreiviertelgas laufen.

  1. Für die nächsten acht Betriebsstunden:

Vermeiden Sie Dauerbetrieb unter Volllast für mehr als fünf Minuten am Stück.

  1. Betreiben Sie den Motor normal.

2.3 Prüfungen vor dem Betrieb

Kraftstoff:

  • ·Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Kraftstoff für Ihre Fahrt haben.
  • ·Achten Sie darauf, dass keine Kraftstofflecks oder Benzindämpfe vorhanden sind.
  • ·Überprüfen Sie die Kraftstoffleitungsanschlüsse auf festen Sitz.
  • ·Stellen Sie sicher, dass der Kraftstofftank auf einer sicheren, ebenen Fläche steht und dass die Kraftstoffleitung nicht verdreht oder gequetscht ist oder wahrscheinlich mit scharfen Gegenständen in Berührung kommt.

Bedienelemente:

  • ·Überprüfen Sie Gas, Schaltung und Lenkung auf ordnungsgemäße Funktion, bevor Sie den Motor starten.
  • ·Die Bedienelemente sollten leichtgängig funktionieren, ohne Klemmen oder ungewöhnliches Spiel.
  • ·Suchen Sie nach losen oder beschädigten Verbindungen.
  • ·Überprüfen Sie die Funktion der Starter- und Stoppschalter, wenn sich der Außenbordmotor im Wasser befindet.

VORSICHT:

  • ·Starten Sie den Motor nicht außerhalb des Wassers. Überhitzung und schwere Motorschäden können auftreten.
  • ·Überprüfen Sie den Motor und die Motoraufhängung.
  • ·Suchen Sie nach losen oder beschädigten Befestigungselementen.
  • ·Überprüfen Sie den Propeller auf Beschädigung.

Überprüfung des Motorölstands:

  1. Bringen Sie den Außenbordmotor in eine aufrechte Position (nicht gekippt).

Außenbordmotor in aufrechter Position zur Ölprüfung

  1. Überprüfen Sie den Ölstand mit dem Peilstab, um sicherzustellen, dass der Stand zwischen der oberen und unteren Markierung liegt. Füllen Sie Öl nach, wenn er unter der unteren Markierung liegt, oder lassen Sie bis zum angegebenen Stand ab, wenn er über der oberen Markierung liegt.

Ölpeilstab mit oberer und unterer Füllstandsmarkierung

Nahaufnahme der Ölpeilstabführung und der Füllstandsmarkierungen

  1. Ölpeilstab 2 Obere Markierung 3. Untere Markierung

VORSICHT:

Achten Sie darauf, den Peilstab vollständig in die Peilstabführung einzuführen.

2.4 Kraftstoff einfüllen

WARNUNG:

Benzin und seine Dämpfe sind hochgradig entflammbar und explosiv. Von Funken, Zigaretten, Flammen oder anderen Zündquellen fernhalten.

    1. Nehmen Sie den Tankdeckel ab.
    1. Füllen Sie den Kraftstofftank vorsichtig auf.
    1. Schließen Sie den Deckel nach dem Befüllen des Tanks sicher. Wischen Sie verschütteten Kraftstoff auf.

2.5 Motor starten

  1. Verbinden Sie die Kraftstoffanschlüsse sicher, nachdem Sie die Entlüftungsschraube am Tankdeckel gelöst haben (2 oder 3 Umdrehungen).

Lösen der Entlüftungsschraube am Tankdeckel

Verbinden des Kraftstoffanschlusses mit dem Außenbordmotor

  1. Verbinden Sie die Kraftstoffanschlüsse sicher und drücken Sie die Primerpumpe mit dem Auslassende nach oben, bis Sie spüren, dass sie fest wird (falls der Kraftstoffanschluss vorhanden ist).

Drücken der Primerpumpe mit Auslassende nach oben

Primerpumpe wird fest, wenn sie vorgepumpt ist

  1. Bringen Sie den Schalthebel in die Neutralstellung.

Schalthebel in Neutralstellung Modell BM

Fernbedienungshebel in Neutralstellung

HINWEIS:

Die Anfahrsperre verhindert das Starten des Motors, außer in der Neutralstellung. Befestigen Sie die Reißleine des Engine Stop-Schalters an einer sicheren Stelle an Ihrer Kleidung oder an Ihrem Arm oder Bein. Stecken Sie dann die Sperrplatte am anderen Ende der Reißleine in den Engine Stop-Schalter.

WARNUNG:

  • Der Motor muss in Neutral gestartet werden, da sonst Schäden am Anlasser und Gefahren auftreten können.
  • Befestigen Sie die Reißleine nicht an Kleidung, die abreißen könnte. Führen Sie die Reißleine nicht so, dass sie sich verheddern und ihre Funktion beeinträchtigen könnte.
  • Vermeiden Sie ein versehentliches Ziehen der Reißleine während des normalen Betriebs. Der Verlust der Motorleistung bedeutet den Verlust der Lenkkontrolle. Außerdem könnte das Boot ohne Motorleistung schnell langsamer werden. Dies könnte dazu führen, dass Personen und Gegenstände im Boot nach vorne geworfen werden.

Reißleine des Engine Stop-Schalters am Bediener befestigt

Sperrplatte im Engine Stop-Schalter installiert

  1. Bringen Sie den Gasgriff in die Position "START" (Manueller Start). Drehen Sie den Hauptschalter auf "ON" (Elektrostart).

Gasgriff in START-Position Manueller Start

Hauptschalter auf ON gedreht für Elektrostart

Choke-Schalter Position für Kaltstart des Motors

HINWEIS:

Beim Starten eines warmen Motors ist die Verwendung des Choke nicht erforderlich. Wenn der Choke während des Motorlaufs in der Position "START" gelassen wird, läuft der Motor schlecht oder stirbt ab.

  1. Ziehen Sie den manuellen Startergriff langsam, bis Sie einen Widerstand spüren. Ziehen Sie dann kräftig und gerade, um den Motor durchzudrehen und zu starten. Gegebenenfalls wiederholen.

Drehen Sie den Hauptschalter auf "START" und halten Sie ihn maximal 5 Sekunden lang gedrückt (Elektrostart).

Ziehen des manuellen Startergriffs zum Durchdrehen des Motors

Drehen des Hauptschalters auf START für Elektrostart

  1. Nachdem der Motor gestartet ist, führen Sie den manuellen Startergriff langsam in seine ursprüngliche Position zurück, bevor Sie ihn loslassen.

Lassen Sie den Hauptschalter sofort los und lassen Sie ihn in die Position "ON" zurückkehren, nachdem der Motor gestartet ist (Elektrostart).

  1. Bringen Sie den Gasgriff langsam in die vollständig geschlossene Position zurück.

VORSICHT:

  • · Wenn der Motor kalt ist, muss er warmgefahren werden.
  • · Wenn der Motor beim ersten Versuch nicht startet, wiederholen Sie den Vorgang. Wenn der Motor nach 4 oder 5 Versuchen nicht startet:

BM/BW-Modelle: Öffnen Sie das Gas ein wenig (zwischen 1/8 und 1/4) und versuchen Sie es erneut. FW-Modelle: Öffnen Sie den Neutralgashebel an der Fernbedienungsbox und versuchen Sie es erneut.

HINWEIS:

Drehen Sie den Hauptschalter niemals auf "START", während der Motor läuft.

Lassen Sie den Anlasser nicht länger als 5 Sekunden drehen. Wenn der Anlasser kontinuierlich länger als 5 Sekunden gedreht wird, entlädt sich die Batterie schnell, was das Starten des Motors unmöglich macht. Der Anlasser kann auch beschädigt werden. Wenn der Motor nach 5 Sekunden Durchdrehen nicht startet, bringen Sie den Hauptschalter auf "ON", warten Sie 10 Sekunden und drehen Sie den Motor dann erneut durch.

2.6 Motor warmfahren

  1. Bringen Sie nach dem Starten des Motors den Schalthebel in die Neutralstellung. Fahren Sie den Motor in den ersten ca. 3 Minuten nach dem Start warm, indem Sie ihn mit maximal einem Fünftel Gas betreiben. Andernfalls verkürzt sich die Lebensdauer des Motors.

HINWEIS:

Wenn der Choke-Knopf nach dem Motorstart herausgezogen bleibt, stirbt der Motor ab. Bei Temperaturen von -5oder weniger lassen Sie den Choke-Knopf nach dem Start etwa 30 Sekunden lang vollständig herausgezogen.

2. Stellen Sie sicher, dass die Öldruck-Warnleuchte aus ist.

WARNUNG:

Wenn die Leuchte nach dem Starten des Motors weiter blinkt, stoppen Sie den Motor sofort und überprüfen Sie den Motorölstand. Füllen Sie bei Bedarf Motoröl nach. Wenn das Problem nicht behoben werden kann, wenden Sie sich an Ihren Händler.

Lage der Motoröldruck-Warnleuchte

  1. Motoröldruck-Warnleuchte
  2. Prüfen Sie, ob ein stetiger Wasserstrahl aus dem Kontrollloch des Kühlwassers austritt.

VORSICHT:

  • · Wenn nicht ständig Wasser aus dem Loch austritt, während der Motor läuft, stoppen Sie den Motor und prüfen Sie, ob der Kühlwassereinlass am Untergehäuse oder das Kontrollloch des Kühlwassers verstopft ist.
  • Wenn das Problem nicht gefunden und behoben werden kann, wenden Sie sich an Ihren Händler.

2.7 Schalten

Kontrollloch des Kühlwassers mit Wasserstrahl

WARNUNG:

Vergewissern Sie sich vor dem Schalten, dass sich keine Schwimmer oder Hindernisse im Wasser in Ihrer Nähe befinden.

VORSICHT:

Um von Vorwärts auf Rückwärts oder umgekehrt zu schalten, nehmen Sie zuerst das Gas weg, so dass der Motor im Leerlauf (oder mit niedriger Drehzahl) läuft.

2.7.1 Vorwärts

  1. Bringen Sie den Gasgriff in die vollständig geschlossene Position.

Gasgriff in vollständig geschlossener Position für Vorwärtsfahrt

  1. Bewegen Sie den Schalthebel schnell und fest von Neutral in die Vorwärtsstellung. Ziehen Sie den Neutralverriegelungsauslöser nach oben und bewegen Sie den Fernbedienungshebel schnell und fest von Neutral in die Vorwärtsstellung. (Fernbedienung)

Schalthebel von Neutral auf Vorwärts bewegt

Fernbedienungshebel auf Vorwärts bewegt

2.7.2 Rückwärts

WARNUNG:

Fahren Sie bei Rückwärtsfahrt langsam. Öffnen Sie das Gas nicht mehr als zur Hälfte. Andernfalls könnte das Boot instabil werden, was zum Verlust der Kontrolle und zu einem Unfall führen könnte.

  1. Bringen Sie den Gasgriff in die vollständig geschlossene Position.

Gasgriff in vollständig geschlossener Position für Rückwärtsfahrt

  1. Bewegen Sie den Schalthebel schnell und fest von Neutral in die Rückwärtsstellung. Überprüfen Sie, ob der Tilt-Sperrhebel in der Sperrposition ist. Ziehen Sie den Neutralverriegelungsauslöser nach oben und bewegen Sie den Fernbedienungshebel schnell und fest von Neutral in die Rückwärtsstellung. (Fernbedienung)

Schalthebel von Neutral auf Rückwärts bewegt

Fernbedienungshebel auf Rückwärts bewegt

2.8 Steuerpinne

  1. Richtungsänderung Um die Richtung zu ändern, bewegen Sie die Steuerpinne je nach Bedarf nach links oder rechts.

Steuerpinne nach links oder rechts bewegen zur Richtungsänderung

  1. Geschwindigkeitsänderung Drehen Sie den Griff gegen den Uhrzeigersinn, um die Geschwindigkeit zu erhöhen, und im Uhrzeigersinn, um die Geschwindigkeit zu verringern.

3. Gasanzeige

Die Gasanzeige befindet sich am Gasgriff. Die Kraftstoffverbrauchskurve auf der Gasanzeige zeigt die relative Kraftstoffmenge, die für jede Gasstellung verbraucht wird. Wählen Sie die Einstellung, die die beste Leistung und Kraftstoffwirtschaftlichkeit für den gewünschten Betrieb bietet.

Gasanzeige am Gasgriff

  1. Gasanzeige

4. Reibungseinsteller für Gasgriff

Der Reibungseinsteller für den Gasgriff befindet sich an der Steuerpinne; er bietet einen einstellbaren Widerstand gegen die Bewegung des Gasgriffs und kann nach den Vorlieben des Bedieners eingestellt werden. Um den Widerstand zu erhöhen, drehen Sie den Einsteller im Uhrzeigersinn. Um den Widerstand zu verringern, drehen Sie den Einsteller gegen den Uhrzeigersinn. Wenn eine konstante Geschwindigkeit gewünscht wird, ziehen Sie den Einsteller fest, um die gewünschte Gaseinstellung beizubehalten.

Reibungseinsteller für Gasgriff an der Steuerpinne

Nahaufnahme Reibungseinsteller für Gasgriff

WARNUNG:

Ziehen Sie den Reibungseinsteller nicht zu fest an. Wenn der Widerstand zu groß ist, könnte es schwierig sein, den Gashebel oder Griff zu bewegen, was zu einem Unfall führen könnte.

2.9 Trimm-Tab

Das Trimm-Tab sollte so eingestellt werden, dass die Lenkung durch Aufbringen der gleichen Kraft nach rechts oder links gedreht werden kann.

WARNUNG:

  • Ein falsch eingestelltes Trimm-Tab könnte die Lenkung erschweren. Machen Sie immer eine Testfahrt, nachdem das Trimm-Tab installiert oder ausgetauscht wurde, um sicherzustellen, dass die Lenkung korrekt ist.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie den Bolzen festgezogen haben.

Wenn das Boot dazu neigt, nach links auszubrechen, drehen Sie das Trimm-Tab zur Backbordseite. Wenn das Boot dazu neigt, nach rechts auszubrechen, drehen Sie das Trimm-Tab zur Steuerbordseite.

2.10 Motor stoppen

HINWEIS:

Bevor Sie den Motor stoppen, lassen Sie ihn zuerst einige Minuten im Leerlauf oder bei niedriger Geschwindigkeit abkühlen. Das unmittelbare Stoppen des Motors nach dem Betrieb bei hoher Geschwindigkeit wird nicht empfohlen.

  1. Drücken und halten Sie den Engine Stop-Knopf, bis der Motor vollständig zum Stillstand kommt.

Engine Stop-Knopf drücken zum Stoppen des Motors Modell BM

Engine Stop-Knopf an der Fernbedienungsbox

Reißleine ziehen zum Stoppen des Motors über Stop-Schalter

HINWEIS:

Wenn der Außenbordmotor mit einer Reißleine des Engine Stop-Schalters ausgestattet ist, kann der Motor auch durch Ziehen der Reißleine und Entfernen der Sperrplatte aus dem Schalter gestoppt werden.

  1. Ziehen Sie die Entlüftungsschraube am Tankdeckel fest.

Entlüftungsschraube am Tankdeckel festziehen

  1. Trennen Sie nach dem Stoppen des Motors die Kraftstoffleitung, falls ein Kraftstoffanschluss am Außenbordmotor vorhanden ist.

Kraftstoffleitung vom Außenbordmotor trennen

Kraftstoffleitung vom Außenbordmotor getrennt

2.11 Trimmen des Außenbordmotors

In der Klemmenhalterung sind 4 oder 5 Löcher vorgesehen, um den Trimmwinkel des Außenbordmotors einzustellen.

    1. Stoppen Sie den Motor.
    1. Entfernen Sie die Trimmstange aus der Klemmenhalterung, während Sie den Außenbordmotor leicht nach oben kippen.

Trimmstange aus der Klemmenhalterung entfernen

  1. Positionieren Sie die Stange im gewünschten Loch neu. Führen Sie Testfahrten mit unterschiedlichen Trimmwinkeln durch, um die Position zu finden, die für Ihr Boot und Ihre Betriebsbedingungen am besten geeignet ist.

WARNUNG:

  • Stoppen Sie den Motor, bevor Sie den Trimmwinkel einstellen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie sich beim Aus- oder Einbau der Stange nicht einklemmen.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie zum ersten Mal eine Trimmposition ausprobieren. Erhöhen Sie die Geschwindigkeit allmählich und achten Sie auf Anzeichen von Instabilität oder Kontrollproblemen. Ein falscher Trimmwinkel kann zum Verlust der Kontrolle führen.

Wenn der Motor für längere Zeit gestoppt wird oder das Boot in flachem Wasser festgemacht wird, sollte der Außenbordmotor hochgekippt werden, um den Propeller und das Gehäuse vor Schäden durch Kollision mit Hindernissen zu schützen und auch um Korrosion zu verringern.

WARNUNG:

Stellen Sie sicher, dass sich alle Personen vom Außenbordmotor entfernen, wenn er hoch- oder heruntergekippt wird; achten Sie auch darauf, keine Körperteile zwischen der Antriebseinheit und der Motorhalterung einzuklemmen.

HINWEIS:

Kippen Sie den Motor nicht durch Drücken auf die Steuerpinne hoch, da dies die Pinne beschädigen könnte. Der Außenbordmotor kann nicht gekippt werden, wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist.

2.11.1 Hochkippen

  1. Bringen Sie den Schalthebel in die Neutralstellung.

Schalthebel in Neutral zum Hochkippen

Schalthebel in Neutral bei Fernbedienung

  1. Bringen Sie den Tilt-Sperrhebel (falls vorhanden) in die obere Position.

Tilt-Sperrhebel in obere Position gebracht

  1. Halten Sie den hinteren Griff fest und kippen Sie den Motor vollständig hoch, bis der Tilt-Stützhebel automatisch einrastet. Für Modelle mit elektrischem Tilt:

Drücken Sie den "UP"-Schalter, um den Außenbordmotor in die höchste Position zu kippen, und drücken Sie den Tilt-Stützhebel hinein.

Motor vollständig hochkippen, bis Tilt-Stütze einrastet

UP-Schalter drücken bei Modellen mit elektrischem Tilt

Tilt-Stützhebel rastet automatisch ein

2.11.2 Herunterkippen

    1. Kippen Sie den Außenbordmotor leicht hoch.
    1. Ziehen Sie den Tilt-Stützhebel heraus, ziehen Sie den Tilt-Sperrhebel nach oben und kippen Sie den Außenbordmotor langsam nach unten. Für Modelle mit elektrischem Tilt:

Ziehen Sie den Tilt-Stützhebel heraus, drücken Sie den "DN"-Schalter, um den Außenbordmotor in die niedrigste Position zu kippen.

Außenbordmotor zum Herunterkippen leicht hochkippen

Tilt-Stützhebel zum Herunterkippen herausziehen

DN-Schalter drücken für elektrisches Herunterkippen

  1. Ziehen Sie den Tilt-Sperrhebel nach unten, wenn sich der Außenborder in die niedrigste Position bewegt (für Modelle mit manuellem Tilt).

WARNUNG:

Stellen Sie sicher, dass die Tilt- & Trimmeinheit beim Betrieb des Außenborders in der verriegelten Position ist (Für Modelle mit manuellem Tilt).

2.12 Fahren unter anderen Bedingungen

2.12.1 Fahren in flachem Wasser

Der Außenbordmotor kann teilweise hochgekippt werden, um den Betrieb in flachem Wasser zu ermöglichen.

WARNUNG:

  • Bringen Sie die Schaltung unbedingt in Neutral, bevor Sie in flachem Wasser fahren oder während Sie den Außenbordmotor hochkippen.
  • Bringen Sie den Außenbordmotor wieder in seine normale Position zurück, sobald sich das Boot wieder in tieferem Wasser befindet.

VORSICHT:

Der Kühlwassereinlass am Untergehäuse darf sich beim Einrichten für und Fahren in flachem Wasser nicht über der Wasseroberfläche befinden. Andernfalls können schwere Schäden durch Überhitzung die Folge sein. Zum Kippvorgang siehe Abschnitt 2.11.

2.12.2 Fahren in Salzwasser

Spülen Sie nach dem Betrieb in Salzwasser die Kühlwasserkanäle mit Süßwasser aus, um zu verhindern, dass sie durch Salzablagerungen verstopfen.

3. Wartung

Während des Gebrauchs des Außenbordmotors ist die regelmäßige Wartung notwendig, um seine Leistung zu gewährleisten.

WARNUNG:

  • Schalten Sie den Motor unbedingt aus, wenn Sie Wartungsarbeiten durchführen, sofern nicht anders angegeben.
  • Wenn Sie oder der Besitzer mit der Wartung von Maschinen nicht vertraut sind, sollte diese Arbeit von Ihrem Händler oder einem anderen qualifizierten Mechaniker durchgeführt werden.

VORSICHT:

Falls Ersatzteile erforderlich sind, verwenden Sie nur Originalteile oder Teile des gleichen Typs und von gleichwertiger Festigkeit und Materialqualität.

3.1 Schmierung

Schmierstellen am Außenbordmotor

3.2 Reinigen und Einstellen der Zündkerze

Sie sollten die Zündkerze regelmäßig ausbauen und inspizieren, da Hitze und Ablagerungen dazu führen, dass die Zündkerze langsam abbaut und erodiert. Gegebenenfalls sollten Sie die Zündkerze durch eine andere des richtigen Typs ersetzen.

Messen Sie vor dem Einbau der Zündkerze den Elektrodenabstand mit einer Fühlerlehre; stellen Sie den Abstand bei Bedarf auf die Spezifikation ein.

Messen des Elektrodenabstands der Zündkerze

Reinigen Sie beim Einbau der Kerze immer die Dichtfläche und verwenden Sie eine neue Dichtung. Wischen Sie Schmutz vom Gewinde ab und schrauben Sie die Zündkerze mit dem korrekten Drehmoment ein.

3.3 Überprüfung des Kraftstoffsystem

  1. Überprüfen Sie die Kraftstoffleitungen auf Lecks, Risse oder Fehlfunktionen. Wenn ein Problem gefunden wird, sollte Ihr Händler oder ein anderer qualifizierter Mechaniker es sofort reparieren.

Kraftstoffleitungen auf Lecks und Risse prüfen

Inspektionspunkte für Kraftstoffleitungsanschlüsse

WARNUNG:

  • Überprüfen Sie regelmäßig auf Kraftstofflecks.
  • Falls ein Kraftstoffleck gefunden wird, muss das Kraftstoffsystem von einem qualifizierten Mechaniker repariert werden.
    1. Überprüfen Sie den Kraftstofffilter regelmäßig. Wenn Fremdstoffe im Filter gefunden werden, reinigen Sie ihn.

Einbauort Kraftstofffilter-Inspektion

3.3.1 Reinigung des Kraftstofffilters

  1. Entfernen Sie die Mutter, mit der die Kraftstofffilterbaugruppe befestigt ist (falls vorhanden).

Ausbau der Kraftstofffilterbaugruppe

    1. Schrauben Sie die Filtertasse ab und fangen Sie verschütteten Kraftstoff mit einem Lappen auf.
    1. Entfernen Sie das Filterelement und waschen Sie es in Lösungsmittel. Lassen Sie es trocknen. Inspizieren Sie das Filterelement und den O-Ring der Filtertasse, um sicherzustellen, dass sie in gutem Zustand sind. Tauschen Sie sie bei Bedarf aus. Wenn Wasser im Kraftstoff gefunden wird, sollten auch die tragbaren Kraftstofftanks überprüft und gereinigt werden.

Kraftstofffilterkomponenten Tasse O-Ring Element und Gehäuse

    1. Filtertasse 2. O-Ring 3. Filterelement 4. Filtergehäuse 5. Filtersitz
    1. Setzen Sie das Filterelement wieder in die Tasse ein. Stellen Sie sicher, dass der O-Ring in der Tasse positioniert ist. Schrauben Sie die Tasse fest auf das Filtergehäuse.
    1. Befestigen Sie die Filterbaugruppe an der Halterung, so dass die Kraftstoffschläuche an der Filterbaugruppe befestigt sind. Lassen Sie den Motor laufen und prüfen Sie den Filter und die Leitungen auf Lecks.

3.4 Kontrolle der Leerlaufdrehzahl

Für diesen Vorgang sollte ein Diagnose-Drehzahlmesser verwendet werden. Die Ergebnisse können variieren, je nachdem, ob die Prüfung mit einem Spülanschluss, in einem Testwassertank oder mit dem Außenbordmotor im Wasser durchgeführt wird.

    1. Starten Sie den Motor und lassen Sie ihn in Neutral vollständig warmlaufen, bis er ruhig läuft.
    1. Überprüfen Sie, ob die Leerlaufdrehzahl gemäß Spezifikation eingestellt ist.

Leerlaufdrehzahl Vergasermotor: 900±50 U/min; Leerlaufdrehzahl EFI-Motor: 800±50 U/min

VORSICHT:

Eine korrekte Kontrolle der Leerlaufdrehzahl ist nur bei vollständig warmgefahrenem Motor möglich. Wenn er nicht vollständig warmgefahren ist, misst die Leerlaufdrehzahl höher als normal. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Leerlaufdrehzahl zu verifizieren, oder wenn die Leerlaufdrehzahl eingestellt werden muss, wenden Sie sich an Ihren Händler oder einen anderen qualifizierten Mechaniker.

3.5 Motorölwechsel

WARNUNG:

  • Vermeiden Sie es, das Motoröl unmittelbar nach dem Stoppen des Motors abzulassen. Das Öl ist heiß und sollte vorsichtig gehandhabt werden, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Stellen Sie sicher, dass der Außenbordmotor sicher am Spiegel oder einem stabilen Ständer befestigt ist.

VORSICHT:

Wechseln Sie das Motoröl nach den ersten 10 Betriebsstunden und danach alle 100 Stunden oder in Intervallen von 6 Monaten. Andernfalls verschleißt der Motor schnell. Wechseln Sie das Motoröl, wenn das Öl noch warm ist.

Außenbordmotor in aufrechter Position für Ölwechsel

  1. Bringen Sie den Außenbordmotor in eine aufrechte Position (nicht gekippt).
  2. Bereiten Sie einen geeigneten Behälter vor, der mehr als die Motorölkapazität fasst. Lösen und entfernen Sie die Ablassschraube, während Sie den Behälter unter die Ablassöffnung halten. Entfernen Sie dann den Öleinfülldeckel. Lassen Sie das Öl vollständig ablaufen. Wischen Sie verschüttetes Öl sofort auf.

Lösen der Ölablassschraube mit Behälter darunter

Öl fließt vom Motor in den Behälter

    1. Bringen Sie eine neue Dichtung an der Ölablassschraube an. Ziehen Sie die Ablassschraube fest.
    1. Füllen Sie die korrekte Menge Öl durch die Einfüllöffnung ein. Setzen Sie den Einfülldeckel auf.
    1. Starten Sie den Motor und stellen Sie sicher, dass keine Öllecks vorhanden sind.
    1. Schalten Sie den Motor aus und warten Sie 3 Minuten. Überprüfen Sie den Ölstand erneut mit dem Peilstab, um sicherzustellen, dass der Stand zwischen der oberen und unteren Markierung liegt.

VORSICHT:

Das Öl sollte häufiger gewechselt werden, wenn der Motor unter ungünstigen Bedingungen betrieben wird, wie z. B. bei längerem Schleppangeln.

3.6 Überprüfung der Verkabelung und Anschlüsse

Überprüfen Sie, ob jedes Erdungskabel ordnungsgemäß gesichert und jeder Anschluss fest eingerastet ist.

3.7 Prüfung auf Undichtigkeiten

Überprüfen Sie, ob Abgase oder Wasser aus den Verbindungen zwischen der Abgasabdeckung, dem Zylinder und dem Zylinderörper austreten. Suchen Sie nach Ölspuren rund um den Motor.

VORSICHT:

Wenn Undichtigkeiten festgestellt werden, wenden Sie sich an Ihren Händler.

3.8 Propellerprüfung

WARNUNG:

Treffen Sie vor dem Inspizieren, Ausbau oder Einbau des Propellers immer Maßnahmen, um sicherzustellen, dass der Motor nicht versehentlich startet, wie z. B. das Abziehen der Zündkerzenstecker von den Zündkerzen, das Schalten des Schalthebels auf Neutral und das Entfernen der Reißleine vom Engine Stop-Schalter usw. Ein schwerer Unfall könnte passieren, wenn der Motor startet, während Sie in der Nähe sind.

Halten Sie den Propeller nicht mit der Hand fest, wenn Sie die Propellermutter lösen oder festziehen. Legen Sie einen Holzklotz zwischen die Antikavitationsplatte und den Propeller, um zu verhindern, dass sich der Propeller dreht.

Propellerinspektion mit Holzklotz zur Verhinderung der Drehung

Nahaufnahme Propellerflügel und Welle bei Inspektion

    1. Überprüfen Sie jedes der Propellerblätter auf Verschleiß, Kavitations- oder Ventilß oder andere Schäden.
    1. Überprüfen Sie die Propellerwelle auf Beschädigung.
    1. Überprüfen Sie den Scherstift der Verzahnung auf Verschleiß oder Beschädigung.
    1. Suchen Sie nach Angelschnur, die sich um die Propellerwelle gewickelt hat.
    1. Überprüfen Sie den Wellendichtring der Propellerwelle auf Beschädigung.

3.8.1 Ausbau des Propellers

    1. Biegen Sie den Splint gerade und ziehen Sie ihn mit einer Zange heraus.
    1. Entfernen Sie die Propellermutter, die Unterlegscheibe und das Distanzstück (falls vorhanden).
    1. Entfernen Sie den Propeller und die Druckscheibe.

Propellerkomponenten Splint Mutter Unterlegscheibe und Druckscheibe

  1. Splint 2. Mutter 3. Unterlegscheibe 4. Propeller 5. Druckscheibe

3.8.2 Einbau des Propellers

VORSICHT:

Achten Sie darauf, die Druckscheibe zu installieren, bevor Sie den Propeller montieren, da sonst das Untergehäuse und die Propellernabe beschädigt werden könnten.

Verwenden Sie unbedingt einen neuen Splint und biegen Sie die Enden sicher um. Andernfalls könnte sich der Propeller während des Betriebs lösen und verloren gehen.

    1. Tragen Sie Marinefett oder ein korrosionsbeständiges Fett auf die Propellerwelle auf.
    1. Installieren Sie das Distanzstück (falls vorhanden), die Druckscheibe und den Propeller auf der Propellerwelle.
    1. Installieren Sie das Distanzstück (falls vorhanden) und die Unterlegscheibe.
    1. Ziehen Sie die Propellermutter fest. Richten Sie die Propellermutter auf das Loch in der Propellerwelle aus. Führen Sie einen neuen Splint in das Loch ein und biegen Sie die Splintenden um.

3.9 Getriebeölwechsel

WARNUNG:

Stellen Sie sicher, dass der Außenbordmotor sicher am Spiegel oder einem stabilen Ständer befestigt ist. Begeben Sie sich niemals unter das Untergehäuse, während der Außenbordmotor gekippt ist, selbst wenn der Tilt-Stützhebel oder -Knopf verriegelt ist. Schwere Verletzungen könnten auftreten, wenn der Motor herunterfällt.

    1. Kippen Sie den Außenbordmotor so, dass sich die Getriebeöl-Ablassschraube an der niedrigstmöglichen Stelle befindet.
    1. Stellen Sie einen geeigneten Behälter unter das Getriebegehäuse.
    1. Entfernen Sie die Getriebeöl-Ablassschraube.

Lage der Getriebeöl-Ablassschraube und der Ölstandsschraube

    1. Getriebeöl-Ablassschraube
    1. Ölstandsschraube

VORSICHT:

Wechseln Sie das Getriebeöl nach den ersten 10 Betriebsstunden und danach alle 100 Stunden oder in Intervallen von 6 Monaten. Andernfalls verschleißt das Getriebe schnell.

  1. Entfernen Sie die Ölstandsschraube, damit das Öl vollständig ablaufen kann.

VORSICHT:

Inspizieren Sie das Altöl nach dem Ablassen. Wenn das Öl milchig ist, gelangt Wasser in das Getriebegehäuse, was zu Getriebeschäden führen kann. Konsultieren Sie Ihren Händler.

    1. Verwenden Sie ein fexibles oder druckbetriebenes Füllgerät; spritzen Sie das Getriebeöl in die Öffnung der Getriebeöl-Ablassschraube ein. (430cm3)
    1. Wenn das Öl beginnt, aus dem Loch der Ölstandsschraube herauszufließen, setzen Sie die Ölstandsschraube ein und ziehen Sie sie fest (bei Bedarf die Dichtung austauschen).
    1. Setzen Sie die Getriebeöl-Ablassschraube ein und ziehen Sie sie fest (bei Bedarf die Dichtung austauschen).

3.10 Reinigung des Kraftstofftanks

WARNUNG:

  • Halten Sie sich beim Reinigen des Kraftstofftanks von Funken, Zigaretten, Flammen oder anderen Zündquellen fern.
  • Reinigen Sie den Kraftstofftank an einem gut belüfteten Ort im Freien.
    1. Leeren Sie den Kraftstofftank in einen zugelassenen Behälter um.
    1. Gießen Sie eine kleine Menge eines geeigneten Lösungsmittels in den Tank. Setzen Sie den Deckel auf und schütteln Sie den Tank. Lassen Sie das Lösungsmittel vollständig ablaufen.
    1. Ziehen Sie die Kraftstoffanschlussbaugruppe aus dem Tank heraus.
    1. Reinigen Sie den Filter in einem geeigneten Reinigungslösungsmittel und lassen Sie ihn trocknen.
  1. Ersetzen Sie die Dichtung durch eine neue. Bauen Sie die Kraftstoffanschlussbaugruppe wieder ein und ziehen Sie die Schrauben fest an.

3.11 Prüfung und Austausch der Anode(n)

Überprüfen Sie die externen Anoden regelmäßig. Entfernen Sie Ablagerungen von den Oberflächen der Anoden. Wenden Sie sich für den Austausch der externen Anoden an Ihren Händler.

VORSICHT:

Streichen Sie Anoden nicht an, da sie dadurch unwirksam werden und eine schnellere Motorkorrosion verursachen können.

Position der externen Anode am Untergehäuse

3.12 Kontrolle der oberen Motorabdeckung

Überprüfen Sie den Sitz der oberen Motorabdeckung, indem Sie mit beiden Händen dagegen drücken. Wenn sie locker ist, lassen Sie sie von Ihrem Händler reparieren.

Überprüfung der Motorabdeckung durch Drücken mit beiden Händen

3.13 Wartungstabelle

Bei Verwendung unter normalen Bedingungen sowie ordnungsgemäßer Wartung und Reparatur kann der Motor innerhalb der normalen Lebensdauer normal funktionieren. Die normale Lebensdauer des Motors beträgt 350 Stunden oder 10 Jahre, je nachdem, was zuerst eintritt.

Die Häufigkeit der Wartungsarbeiten kann je nach Betriebsbedingungen angepasst werden, aber die folgende Tabelle gibt allgemeine Richtlinien vor.

Das Symbol "•" kennzeichnet die Kontrollen, die Sie selbst durchführen können.

Das Symbol "O" kennzeichnet Arbeiten, die von Ihrem Händler durchgeführt werden sollten.

InitialAlle
Anode(n) (extern)Prüfung/Austausch●/○•/0
Anode(n) (intern)Prüfung/Austausch0
KühlwasserkanäleReinigung
AbdeckungsklemmePrüfung
Kraftstofffilter (Einweg)Prüfung/Reinigung
KraftstoffsystemPrüfung
Kraftstofftank (tragbar)Prüfung/Reinigung
GetriebeölWechsel
SchmierstellenSchmierung
LeerlaufdrehzahlPrüfung/Einst.•/0•/0
Propeller und SplintPrüfung/Austausch

HINWEIS:

Beim Betrieb in Salzwasser, trübem oder schlammigem Wasser sollte der Motor nach jedem Gebrauch mit sauberem Wasser gespült werden.

4. Transport und Lagerung

4.1 Transport

Der Außenbordmotor sollte in der normalen Fahrposition auf einem Trailer transportiert und gelagert werden. Wenn in dieser Position nicht genügend Bodenfreiheit vorhanden ist, transportieren Sie den Außenbordmotor in der gekippten Position unter Verwendung einer Motorstütze.

VORSICHT:

Verwenden Sie beim Trailern des Bootes nicht den Tilt-Stützhebel oder -Knopf. Der Außenbordmotor könnte sich von der Tilt-Stütze losschütteln und herunterfallen.

WARNUNG:

  • Begeben Sie sich niemals unter das Untergehäuse, während es gekippt ist, selbst wenn eine Motorstützstange verwendet wird.
  • Wenn Sie den Außenbordmotor transportieren oder lagern, während er vom Boot abgenommen ist, halten Sie den Außenbordmotor in der gezeigten Haltung.

Außenbordmotor in korrekter Transporthaltung aufrecht

Außenbordmotor in korrekter Lagerungshaltung auf der Seite

VORSICHT:

Legen Sie ein Handtuch oder ähnliches unter den Außenbordmotor, um ihn vor Beschädigungen zu schützen.

Legen Sie den Außenbordmotor nicht auf die Seite (nicht aufrecht), bevor Sie das Motoröl vollständig abgelassen haben, da sonst Öl in den Zylinder gelangen und Motorprobleme verursachen könnte.

4.2 Lagerung

Wenn Sie Ihren Außenbordmotor für längere Zeit (2 Monate oder länger) lagern, müssen mehrere wichtige Verfahren durchgeführt werden, um übermäßige Schäden zu vermeiden.

Es ist ratsam, Ihren Außenbordmotor vor der Lagerung von einem Vertragshändler warten zu lassen. Sie als Besitzer können jedoch mit einem Minimum an Werkzeugen die folgenden Verfahren selbst durchführen.

VORSICHT:

Halten Sie den Außenbordmotor beim Transport und bei der Lagerung in einer aufrechten Haltung. Wenn Sie den Außenbordmotor auf der Seite lagern oder transportieren (nicht aufrecht), legen Sie ihn nach dem vollständigen Ablassen des Motoröls auf ein Kissen.

Legen Sie den Außenbordmotor nicht auf die Seite, bevor das Kühlwasser vollständig daraus abgeflossen ist.

Lagern Sie den Außenbordmotor an einem trockenen, gut belüfteten Ort, nicht in direktem Sonnenlicht.

    1. Waschen Sie das Gehäuse des Außenbordmotors mit Süßwasser ab.
    1. Trennen Sie die Kraftstoffleitung und ziehen Sie die Entlüftungsschraube fest.
    1. Entfernen Sie die obere Motorabdeckung und die Schalldämpferabdeckung
    1. Installieren Sie den Außenbordmotor am Testtank.
    1. Füllen Sie den Tank mit Süßwasser bis über das Niveau der Antikavitationsplatte.
    1. Starten Sie den Motor. Spülen Sie das Kühlsystem. Führen Sie das Spülen und Konservieren gleichzeitig durch, da das Konservieren/Schmieren des Motors zwingend erforderlich ist, um Rost im Motor zu verhindern.

Außenbordmotor am Testtank zum Spülen installiert

    1. Niedrigster Wasserstand
    1. Wasseroberfläche

VORSICHT:

Wenn der Süßwasserstand unter der Antikavitationsplatte liegt oder die Wasserzufuhr unzureichend ist, kann ein Kolbenfresser auftreten.

WARNUNG:

  • Berühren oder entfernen Sie keine elektrischen Teile beim Starten oder während des Betriebs.
  • Halten Sie Hände, Haare und Kleidung vom Schwungrad und anderen rotierenden Teilen fern, während der Motor läuft.
    1. Lassen Sie den Motor ein paar Minuten lang in Neutralstellung mit erhöhter Leerlaufdrehzahl laufen.
    1. Bevor Sie den Motor ausschalten, sprühen Sie kurz "Konservierungsöl" in den Vergaser oder die Konservierungsöffnung der Schalldämpferabdeckung, falls vorhanden.
    1. Wenn kein "Konservierungsöl" verfügbar ist, lassen Sie den Motor mit einer Geschwindigkeit über dem Leerlauf laufen, bis der Kraftstoff im Kraftstoffsystem verbraucht ist und der Motor stoppt. Entfernen Sie die Zündkerze(n). Gießen Sie einen Teelöffel sauberes Motoröl in jeden Zylinder. Drehen Sie das Schwungrad mehrmals per Hand durch. Setzen Sie die Zündkerze(n) wieder ein.
    1. Lassen Sie den Kraftstoff aus dem Kraftstofftank und das Kühlwasser vollständig aus dem Motor ab. Reinigen Sie das Gehäuse des Außenbordmotors.

VORSICHT:

Lagern Sie den Kraftstofftank an einem trockenen, gut belüfteten Ort, nicht in direktem Sonnenlicht.

4.3 Spülanschluss

Führen Sie dieses Verfahren unmittelbar nach dem Betrieb für eine gründliche Spülung durch.

VORSICHT:

Führen Sie dieses Verfahren nicht bei laufendem Motor durch. Die Wasserpumpe könnte durch Überhitzung beschädigt werden, oder es können schwere Schäden auftreten.

  1. Entfernen Sie nach dem Stoppen des Motors den Wasserrohranschluss vom Wasserrohrstopfen.

Wasserrohrstopfen und -anschluss zum Spülen

    1. Wasserrohrstopfen; 2. Wasserrohranschluss
    1. Verbinden Sie den Wasserrohranschluss mit einem Gummischlauch, der an sauberes Süßwasser angeschlossen ist, und drehen Sie den Wasserhahn auf.
    1. Spülen Sie das Süßwasser etwa 15 Minuten lang durch den Kühlkanal. Stellen Sie das Wasser ab und entfernen Sie den Wasserrohranschluss.
    1. Installieren Sie den Wasserrohranschluss nach dem Spülen auf dem Wasserrohrstopfen. Ziehen Sie die Mutter fest.

WARNUNG:

Lassen Sie den Wasserrohranschluss während des normalen Betriebs nicht lose am Wasserrohrstopfen der unteren Abdeckung oder das Rohr frei hängen. Wasser tritt dann aus dem Anschluss aus, anstatt den Motor zu kühlen, was zu schwerer Überhitzung führen kann. Stellen Sie sicher, dass der Anschluss nach dem Spülen des Motors sicher am Rohrstopfen festgezogen ist.

5. Maßnahmen im Notfall

5.1 Kollisionsschäden

Wenn der Außenbordmotor auf einen Gegenstand im Wasser trifft, gehen Sie wie folgt vor:

    1. Stoppen Sie den Motor sofort.
    1. Inspizieren Sie das Steuersystem und alle Komponenten auf Beschädigung.
    1. Unabhängig davon, ob Schäden gefunden werden oder nicht, kehren Sie langsam und vorsichtig zum nächsten Hafen zurück.
  1. Lassen Sie den Außenbordmotor von einem Händler inspizieren, bevor Sie ihn wieder in Betrieb nehmen.

5.2 Power Trim- und Tilteinheit funktioniert nicht

Wenn der Motor wegen einer entladenen Batterie oder eines Ausfalls der Power Trim- und Tilteinheit nicht mit dieser hoch- oder runtergekippt werden kann, kann der Motor nicht ohne weiteres manuell gekippt werden.

    1. Lösen Sie die manuelle Ventil, indem Sie sie gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
    1. Bringen Sie den Motor in die gewünschte Position und ziehen Sie dann die manuelle Ventil durch Drehen im Uhrzeigersinn fest.

Manuelle Ventilschraube für Power Trim und Tilt

  1. Manuelle Ventil

5.3 Anlasser funktioniert nicht

Wenn der Anlasser nicht funktioniert, kann der Motor mit einem Notstartseil gestartet werden.

WARNUNG:

  • Verwenden Sie dieses Verfahren nur im Notfall und nur, um zur Reparatur in den Hafen zurückzukehren.
  • Wenn das Notstartseil zum Starten des Motors verwendet wird, funktioniert die Anfahrsperre nicht. Stellen Sie sicher, dass sich der Fernbedienungshebel in Neutral befindet.
  • Stellen Sie sicher, dass niemand hinter Ihnen steht, wenn Sie am Startseil ziehen. Es könnte hinter Sie peitschen und jemanden verletzen.
  • Installieren Sie den Anlasser oder die obere Abdeckung nicht, während der Motor läuft. Halten Sie lose Kleidung und andere Gegenstände beim Starten des Motors fern. Berühren Sie nicht das Schwungrad oder andere bewegliche Teile, wenn der Motor läuft.
  • Berühren Sie beim Starten oder Betreiben des Motors nicht die Zündspule, das Zündkerzenkabel, den Zündkerzenstecker oder andere elektrische Komponenten.

Vorgehensweise wie folgt:

    1. Entfernen Sie die obere Abdeckung.
    1. Entfernen Sie das Anfahr-Sperrkabel und das Choke-Kabel.

Anfahr-Sperrkabel und Choke-Kabel

  1. Anfahr-Sperrkabel
  2. Entfernen Sie die Anlasser, nachdem Sie die drei Bolzen entfernt haben. Trennen Sie die Leitungen für die Warnanzeige

Anlasserabdeckung entfernt, Schwungrad sichtbar

    1. Bereiten Sie den Motor zum Starten vor. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 2.5.
    1. Führen Sie das verknotete Ende des Notstartseils in die Kerbe im Schwungradrotor ein und wickeln Sie das Seil mehrere Windungen im Uhrzeigersinn um das Schwungrad.
    1. Ziehen Sie das Seil langsam, bis ein Widerstand spürbar ist.

Notstartseil um das Schwungrad gewickelt

  1. Ziehen Sie kräftig und gerade, um den Motor durchzudrehen und zu starten. Gegebenenfalls wiederholen.

5.4 Sicherung austauschen

Wenn die Sicherung durchgebrannt ist, wählen Sie eine Sicherung mit der richtigen Amperezahl aus der Zubehörtasche aus, um sie zu ersetzen.

WARNUNG:

Achten Sie darauf, die richtige Sicherung zu verwenden. Das elektrische System wird beschädigt oder es könnte ein Feuer verursacht werden, wenn die falsche Sicherung verwendet wird.

VORSICHT:

Wenn die neue Sicherung erneut durchbrennt, konsultieren Sie Ihren Händler.

5.5 Behandlung eines untergetauchten Motors

Wenn der Außenborder untergetaucht war, bringen Sie ihn sofort zu Ihrem Händler. Andernfalls kann Korrosion fast sofort einsetzen.

  1. Waschen Sie Verunreinigungen gründlich mit Süßwasser ab.
    1. Entfernen Sie die Zündkerze(n) und halten Sie dann die Zündkerzenöffnung nach unten, damit Schlamm oder Verunreinigungen ablaufen können.
    1. Lassen Sie den Kraftstoff aus dem Vergaser, dem Kraftstofffilter und der Kraftstoffleitung ab. Lassen Sie das Motoröl vollständig ab.
    1. Füllen Sie den Sumpf mit frischem Motoröl.
    1. Führen Sie Motorkonservierungsöl oder Motoröl durch den/die Vergaser und die Zündkerzenlöcher ein, während Sie den Motor durchdrehen.
    1. Bringen Sie den Außenbordmotor so schnell wie möglich zu einem PARSUN-Händler.

VORSICHT:

Versuchen Sie nicht, den Außenbordmotor in Betrieb zu nehmen, bevor er vollständig inspiziert wurde.

6. Fehlersuche

Art der StörungMögliche UrsacheAbhilfemaßnahme
Anlasser funktioniert nichtAnlasser sind defektVom Händler warten lassen
Anlasser funktioniert nichtSchalthebel ist nicht in NeutralIn Neutral schalten
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Kraftstofftank ist leerTank mit sauberem, frischem Kraftstoff füllen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Kraftstoff ist verunreinigt oder altTank mit sauberem, frischem Kraftstoff füllen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Kraftstofffilter verstopftReinigen oder durch empfohlenen Typ ersetzen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Kraftstoffpumpe ist defektVom Händler warten lassen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Zündkerze(n) verschmutzt oder falscher TypZündkerze(n) inspizieren. Reinigen oder durch empfohlenen Typ ersetzen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Zündkerzenstecker falsch aufgesetztStecker prüfen und neu aufsetzen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Zündkabel beschädigt oder schlecht verbundenKabel auf Verschleiß oder Brüche prüfen. Alle losen Verbindungen festziehen. Verschlissene oder gebrochene Kabel ersetzen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Zündungsteile sind defektVom Händler warten lassen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Reißleine des Engine Stop-Schalters ist nicht befestigtReißleine befestigen
Motor startet nicht (Anlasser dreht)Innere Motorteile sind beschädigtVom Händler warten lassen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abZündkerze(n) verschmutzt oder falscher TypZündkerze(n) inspizieren. Reinigen oder durch empfohlenen Typ ersetzen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abKraftstoffsystem ist verstopftKraftstoffleitung auf Knicke oder Verengungen oder andere Hindernisse im Kraftstoffsystem prüfen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abKraftstoff ist verunreinigt oder altTank mit sauberem, frischem Kraftstoff füllen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abKraftstofffilter verstopftReinigen oder durch empfohlenen Typ ersetzen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abZündkerzenabstand ist falschInspizieren und wie angegeben einstellen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abZündkabel beschädigt oder schlecht verbundenKabel auf Verschleiß oder Brüche prüfen. Alle losen Verbindungen festziehen. Verschlissene oder gebrochene Kabel ersetzen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abVorgeschriebenes Motoröl wird nicht verwendetÖl prüfen und wie angegeben ersetzen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abThermostat ist defekt oder verstopftVom Händler warten lassen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abVergasereinstellungen sind falschVom Händler warten lassen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abVergaser ist verstopftVom Händler warten lassen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abKraftstoffpumpe ist beschädigtVom Händler warten lassen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abEntlüftungsschraube am Kraftstofftank ist geschlossenEntlüftungsschraube öffnen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abKraftstoffanschlussverbindung ist falschKorrekt verbinden
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abDrosselklappeneinstellung ist falschVom Händler warten lassen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abChoke-Knopf ist herausgezogenIn Ausgangsposition zurückbringen
Motor läuft unruhig im Leerlauf oder stirbt abMotorwinkel ist zu hochIn normale Betriebsposition zurückkehren
Leistungsverlust des MotorsPropeller ist beschädigtPropeller reparieren oder ersetzen
Leistungsverlust des MotorsTrimmwinkel ist falschTrimmwinkel für effizientesten Betrieb einstellen
Leistungsverlust des MotorsMotor ist in falscher Spiegelhöhe montiertMotor auf die richtige Spiegelhöhe einstellen
Leistungsverlust des MotorsBootsboden ist mit Algen/Muscheln bewachsenBootsboden reinigen
Leistungsverlust des MotorsSeegras oder andere Fremdstoffe haben sich am Getriebegehäuse verfangenFremdstoffe entfernen und Untergehäuse reinigen
Leistungsverlust des MotorsZündkerzen sind verschmutzt oder falscher TypZündkerzen inspizieren. Reinigen oder durch empfohlenen Typ ersetzen
Leistungsverlust des MotorsKraftstoffsystem ist verstopftKraftstoffleitung auf Knicke oder Verengungen oder andere Hindernisse im Kraftstoffsystem prüfen
Leistungsverlust des MotorsKraftstofffilter ist verstopftReinigen oder durch empfohlenen Typ ersetzen
Leistungsverlust des MotorsKraftstoff ist verunreinigt oder altTank mit sauberem, frischem Kraftstoff füllen
Leistungsverlust des MotorsZündkerzenabstand ist falschInspizieren und wie angegeben einstellen
Leistungsverlust des MotorsZündkabel sind beschädigt oder schlecht verbundenKabel auf Verschleiß oder Brüche prüfen. Alle losen Verbindungen festziehen. Verschlissene oder gebrochene Kabel ersetzen
Leistungsverlust des MotorsZündungsteile sind ausgefallenVom Händler warten lassen
Leistungsverlust des MotorsVorgeschriebenes Motoröl wird nicht verwendetÖl prüfen und wie angegeben ersetzen
Leistungsverlust des MotorsThermostat ist defekt oder verstopftVom Händler warten lassen
Leistungsverlust des MotorsEntlüftungsschraube am Kraftstofftank ist geschlossenEntlüftungsschraube öffnen
Leistungsverlust des MotorsKraftstoffpumpe ist defektVom Händler warten lassen
Leistungsverlust des MotorsKraftstoffanschlussverbindung ist falschKorrekt verbinden
Leistungsverlust des MotorsVorgeschriebene Zündkerze(n) werden nicht verwendetZündkerze(n) prüfen und wie angegeben ersetzen
Motor vibriert übermäßigPropeller ist beschädigtPropeller reparieren oder ersetzen
Motor vibriert übermäßigPropellerwelle ist beschädigtVom Händler warten lassen
Motor vibriert übermäßigSeegras oder andere Fremdstoffe haben sich im Propeller verfangenPropeller ausbauen und reinigen
Motor vibriert übermäßigMotor-Befestigungsbolzen ist loseBolzen festziehen
Motor vibriert übermäßigLenkdrehzapfen ist loseFestziehen
Motor vibriert übermäßigLenkdrehzapfen ist beschädigtVom Händler warten lassen

7. Kretsschema (Schaltplan)

F40BM

F40BM Schaltplan

F40BW

F40BW Schaltplan

F40BW-D

F40BW-D Schaltplan

SNKomponenteSNKomponenteFarbcodeFarbeFarbcodeFarbe
1Zündkerze12LichtspuleRrotP/Wrosa/weiß
2Zündspule13GleichrichterProsaG/Wgrün/weiß
3Anreicherungsventil-Spule14SicherungBschwarzL/Wblau/weiß
4Anreicherungsventil-Ladespule15StartrelaisGgrünR/Wrot/weiß
5Impulsspole16StartschalterWweißB/Rschwarz/rot
6Magnetspule17NeutralschalterLblauY/Ggelb/grün
7C.D.I. Einheit18AnlasserBrbraun
8Öldrucksensor19BatterieB/Wschwarz/weiß
9Signallichtkomponente20Power Tilt & Trim-RelaisY/Bgelb/schwarz
10Wassertemperatursensor21Power Tilt & Trim-MotorP/Brosa/schwarz
11Engine Stop-Schalter22Power Tilt & Trim-Schalter (unten)Y/Rgelb/rot

F40FW

F40FW Schaltplan

Fernbedienungsbox für FW

Verkabelung Fernbedienungsbox für FW

FarbcodeFarbeFarbcodeFarbeSNKomponente
RrotY/Rgelb/rot4Neutralschalter
YgelbR/Wrot/white3Hauptschalter
LblauBschwarz2Engine Stop-Schalter
GgrünWweiß1Summer
Brbraun

F40FW-T

F40FW-T Schaltplan

SNKomponenteSNKomponente
1Zündkerze12Lichtspule
2Zündspole13Gleichrichter
3Anreicherungsventil-Spule14Sicherung
4Anreicherungsventil-Ladespule15Startrelais
5Impulsspole16Anlasser
6Magnetspole17Batterie
7C.D.I. Einheit1810-poliger Stecker
8Öldrucksensor19Power Tilt & Trim-Relais
9Signallichtmodul20Power Tilt & Trim-Motor
10Wassertemperatursensor21Power Tilt & Trim-Schalter (unten)
11Engine Stop-Schalter
FarbcodeFarbeFarbcodeFarbe
RrotY/Rgelb/rot
ProsaP/Wrosa/weiß
BschwarzG/Wgrün/weiß
GgrünL/Wblau/weiß
WweißR/Wrot/weiß
LblauB/Rschwarz/red
BrbraunY/Ggelb/grün
B/Wschwarz/weißLgblassgrün
Y/Bgelb/schwarzSbblassblau
P/Brosa/schwarz

Fernbedienungsbox für F40FW-T

Verkabelung Fernbedienungsbox für F40FW-T

F40BW-EFI

F40BW-EFI Schaltplan

F40BW-EFI Schaltplan fortgesetzt

F40FW-EFI Fernbedienungsbox

F40FW-EFI Fernbedienungsbox Schaltplan