BETRIEBSANLEITUNG FÜR PARSUN-AUSSENBORDMOTOREN

PARSUN F25/20BM F25/20BW F25/20FW

Inhaltsverzeichnis

1. Hauptkomponenten und allgemeine Informationen

1.1 Hauptkomponenten

Vorderansicht der Hauptkomponenten des F25-Außenbordmotors

Seitenansicht der Hauptkomponenten des F25-Außenbordmotors

Ein tragbarer Kraftstofftank umfasst folgende Teile:

Vorderansicht des tragbaren Kraftstofftanks

Rückansicht des tragbaren Kraftstofftanks mit Kraftstoffanzeige

Warnschild zur Verwendung des Kraftstofftanks

Der mit diesem Motor gelieferte Kraftstofftank darf nur zur Kraftstoffversorgung während des Betriebs und nicht als Kraftstofflagerbehälter verwendet werden.

1.2 Allgemeine Informationen

1.2.1 Technische Daten

Technische Hauptdaten:

ElementDatenElementDaten
Motortyp4-TaktGewicht (S/L/W)68Kg / 66Kg / 70Kg / 68Kg
Hubraum498cm³Empfohlener KraftstoffBleifreies Normalbenzin
Bohrung × Hub65 × 75mmKraftstofftankinhalt24L
Übersetzungsverhältnis2.08 (27/13)Empfohlenes MotorölSAE10W30 oder SAE10W40
Gesamtlänge1151mmMotorölmenge1.7L
Gesamtbreite430mmEmpfohlenes GetriebeölHypoid-Getriebeöl SAE90
Gesamthöhe (L/S)1280 / 1135mmGetriebeölmenge320cm³
Spiegelhöhe (L/S)508 / 381mmZündkerzeDPR6EA-9

Leistungsdaten:

ElementeDatenElementeDaten
Maximale Leistung18.4Kw/5500Rpm(25HP)Ventilspiel EIN (kalter Motor)0.15 ~ 0.25mm
Maximale Leistung14.7 Kw/5500Rpm(20HP)
Elektrodenabstand der Zündkerze0.8 ~ 0.9mmVentilspiel AUS (kalter Motor)0.25 ~ 0.35mm
Volllastdrehzahlbereich5000 ~ 6000RpmAnzugsdrehmomentZündkerze18.0Nm
Leerlaufdrehzahl (Neutralstellung)975 ± 50Rpmfür den MotorMotorölablassschraube28.0Nm

1.2.2 Hinweise zum Betanken

Hinweise zum Betanken:

Empfohlenes Benzin:

Bleifreies Normalbenzin. Falls dieses nicht verfügbar ist, verwenden Sie Superbenzin.

Wenn Klopfen oder Klingeln auftritt, verwenden Sie eine andere Benzinmarke oder bleifreies Superbenzin.

Wenn üblicherweise verbleites Benzin verwendet wird, müssen die Motorventile und zugehörigen Teile alle 100 Betriebsstunden überprüft werden.

WARNUNG:

  • Rauchen Sie beim Tanken nicht und halten Sie Abstand zu Funken, Flammen oder anderen Zündquellen.
  • Stellen Sie den Motor vor dem Tanken ab.
  • Tanken Sie in einem gut belüfteten Bereich; füllen Sie tragbare Kraftstofftanks außerhalb des Bootes.
  • · Überfüllen Sie den Kraftstofftank nicht.
  • Achten Sie darauf, kein Benzin zu verschütten. Wischen Sie verschüttetes Benzin sofort auf.
  • Ziehen Sie den Tankdeckel nach dem Tanken fest an.
  • · Wenn Sie Benzin verschluckt, große Mengen Benzindampf eingeatmet oder Benzin ins Auge bekommen haben, suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf.
  • · Wenn Benzin auf Ihre Haut gelangt, waschen Sie sie sofort mit Wasser und Seife. Wechseln Sie die Kleidung, wenn Benzin darauf verschüttet wurde.
  • · Berühren Sie mit der Zapfpistole Metallteile, um elektrostatische Funken zu vermeiden.

ACHTUNG:

Verwenden Sie nur frisches, sauberes Benzin, das in sauberen Behältern gelagert wurde und weder mit Wasser noch mit Fremdstoffen verunreinigt ist.

Motoröl:

Empfohlenes Motoröl: Öl für 4-Takt-Außenbordmotoren SAE10W30 und SAE10W40(1.7L).

WARNUNG:

  • · Starten Sie den Motor nicht bei niedrigem Ölstand. Es können schwere Schäden entstehen.
  • · Prüfen Sie vor dem Starten des Motors stets den Ölstand.

ACHTUNG:

Alle 4-Takt-Motoren werden ab Werk ohne Motoröl ausgeliefert.

1.2.3 Propellerauswahl

Die Leistung Ihres Außenbordmotors wird entscheidend durch die Wahl des Propellers beeinflusst, da eine falsche Wahl die Leistung beeinträchtigen kann. Der Außenbordmotor ist mit Propellern ausgestattet, die für eine Vielzahl von Anwendungen gute Leistungen bieten. Für bestimmte Einsatzzwecke kann jedoch ein Propeller mit einer anderen Steigung besser geeignet sein. „PARSUN“-Händler führen eine Auswahl an Propellern, können Sie beraten und den für Ihren Einsatzzweck am besten geeigneten Propeller an Ihrem Außenbordmotor montieren.

Bei höherer Bootslast und niedriger Motordrehzahl ist ein Propeller mit geringerer Steigung besser geeignet. Umgekehrt eignet sich ein Propeller mit größerer Steigung besser für eine geringere Betriebslast, da er die Aufrechterhaltung der richtigen Motordrehzahl ermöglicht.

2. Betrieb

2.1 Montage

Montieren Sie den Außenbordmotor auf der Mittellinie (Kiellinie) des Bootes. Wenden Sie sich bei Booten ohne Kiel oder bei asymmetrischen Booten an Ihren Händler.

Auf der Mittellinie des Bootes montierter Außenbordmotor

  1. Mittellinie (Kiellinie)

HINWEIS:

Prüfen Sie bei der Erprobung im Wasser den Auftrieb des stillliegenden und maximal beladenen Bootes. Stellen Sie sicher, dass der statische Wasserstand am Auspuffgehäuse niedrig genug ist, damit bei steigendem Wasser durch Wellengang kein Wasser in den Motorkopf eindringt, wenn der Außenbordmotor nicht läuft.

WARNUNG:

  • · Eine Übermotorisierung kann das Boot stark destabilisieren. Montieren Sie keinen Außenbordmotor mit einer höheren Leistung als der auf dem Kapazitätsschild des Bootes angegebenen Höchstleistung. Wenn das Boot kein Kapazitätsschild besitzt, wenden Sie sich an den Bootshersteller.
  • · Eine unsachgemäße Montage des Außenbordmotors kann gefährliche Situationen verursachen. Der Motor sollte von Ihrem Händler oder einer anderen im sachgemäßen Einbau erfahrenen Person montiert werden. Wenn Sie den Motor selbst montieren, müssen Sie von einer erfahrenen Person eingewiesen werden.
  • · Die Angaben in diesem Abschnitt dienen nur als Referenz. Die richtige Montage hängt teilweise von der Erfahrung und der jeweiligen Kombination aus Boot und Motor ab.

2.1.1 Montagehöhe

Die Montagehöhe des Außenbordmotors beeinflusst die Fahreffizienz Ihres Bootes erheblich. Ist die Montagehöhe zu groß, tritt tendenziell Kavitation auf, wodurch sich der Vortrieb verringert.

Ist die Montagehöhe zu gering, erhöht sich der Wasserwiderstand und dadurch sinkt der Wirkungsgrad des Motors. Montieren Sie den Außenbordmotor so, dass sich die Antikavitationsplatte zwischen dem Bootsboden und einer 25mm darunterliegenden Ebene befindet.

Montagehöhendiagramm mit der Position der Antikavitationsplatte

HINWEIS:

Die optimale Montagehöhe des Außenbordmotors hängt von der Kombination aus Boot und Motor sowie vom vorgesehenen Einsatz ab. Probefahrten mit unterschiedlichen Höhen können helfen, die optimale Montagehöhe zu bestimmen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem „PARSUN“-Händler oder dem Bootshersteller.

2.1.2 Befestigen des Außenbordmotors

  1. Ziehen Sie die Klemmschraube am Heckspiegel gleichmäßig und sicher fest. Prüfen Sie die Klemmschrauben während des Betriebs gelegentlich auf festen Sitz, da sie sich durch Motorvibrationen lösen können.

ACHTUNG:

Außenbordmotoren, die ausschließlich mit den Schrauben der Klemmhalterung befestigt werden, sind für eine ordnungsgemäße und sichere Befestigung am Heckspiegel UNZUREICHEND gesichert. Zur richtigen Montage gehört, den Motor durch den Heckspiegel mit dem Boot zu verschrauben.

WARNUNG:

Lose Klemmschrauben können dazu führen, dass der Außenbordmotor herunterfällt oder sich am Heckspiegel verschiebt. Dies kann zum Kontrollverlust führen. Stellen Sie sicher, dass die Klemmschrauben sicher angezogen sind, und prüfen Sie ihren festen Sitz während des Betriebs gelegentlich.

  1. Wenn Ihr Motor über eine Befestigung für ein Motorsicherungsseil verfügt, muss ein Motorsicherungsseil oder eine Kette verwendet werden. Befestigen Sie es an einem sicheren Montagepunkt am Boot, damit der Motor nicht vollständig verloren geht, falls er versehentlich vom Heckspiegel fällt.

Befestigungspunkt des Motorsicherungsseils an der Halterung

  1. Befestigen Sie die Klemmhalterung mit geeigneten Schrauben am Heckspiegel. Einzelheiten erfahren Sie bei Ihrem PARSUN-Händler.

WARNUNG:

Verwenden Sie keine ungeeigneten Schrauben, Muttern oder Unterlegscheiben. Lassen Sie den Motor nach dem Anziehen probeweise laufen und prüfen Sie ihren festen Sitz.

2.2 Einfahren des Motors

Ihr neuer Motor benötigt eine Einfahrzeit, damit sich die Kontaktflächen beweglicher Teile gleichmäßig einlaufen können.

ACHTUNG:

Wenn das Einfahrverfahren nicht eingehalten wird, kann dies die Lebensdauer des Motors verkürzen oder sogar schwere Motorschäden verursachen.

  1. Während der ersten Betriebsstunde: Lassen Sie den Motor bei 2000 r/min oder ungefähr mit Halbgas laufen.
    1. Während der zweiten Betriebsstunde: Lassen Sie den Motor bei3000 r/min oder ungefähr mit Dreiviertelgas laufen.
    1. Während der folgenden acht Betriebsstunden: Vermeiden Sie einen ununterbrochenen Volllastbetrieb von mehr als fünf Minuten am Stück.
      1. Betreiben Sie den Motor anschließend normal.

2.3 Kontrollen vor dem Betrieb

Kraftstoff:

  • ·Vergewissern Sie sich, dass Sie genügend Kraftstoff für Ihre Fahrt haben.
  • ·Stellen Sie sicher, dass keine Kraftstofflecks oder Benzindämpfe vorhanden sind.
  • ·Prüfen Sie die Kraftstoffleitungsanschlüsse auf festen Sitz.
  • ·Stellen Sie sicher, dass der Kraftstofftank auf einer sicheren, ebenen Fläche steht und dass die Kraftstoffleitung weder verdreht noch abgeflacht ist oder mit scharfkantigen Gegenständen in Berührung kommen kann.

Bedienelemente:

  • ·Prüfen Sie Gas, Schaltung und Lenkung vor dem Motorstart auf ordnungsgemäße Funktion.
  • ·Die Bedienelemente müssen sich leichtgängig, ohne Klemmen oder ungewöhnliches Spiel betätigen lassen.
  • ·Suchen Sie nach losen oder beschädigten Verbindungen.
  • ·Prüfen Sie die Funktion der Start- und Stoppschalter, wenn sich der Außenbordmotor im Wasser befindet.

ACHTUNG:

  • ·Starten Sie den Motor nicht außerhalb des Wassers. Es können Überhitzung und schwere Motorschäden auftreten.
  • ·Prüfen Sie den Motor und die Motorbefestigung.
  • ·Suchen Sie nach losen oder beschädigten Befestigungselementen.
  • ·Prüfen Sie den Propeller auf Schäden.

Motorölstand prüfen:

  1. Bringen Sie den Außenbordmotor in eine aufrechte Position (nicht gekippt).

Außenbordmotor in aufrechter Position zur Ölstandskontrolle

  1. Prüfen Sie den Ölstand mit dem Ölmessstab und stellen Sie sicher, dass er zwischen der oberen und unteren Markierung liegt. Füllen Sie Öl nach, wenn er unter der unteren Markierung liegt, oder lassen Sie Öl bis zum vorgeschriebenen Stand ab, wenn er über der oberen Markierung liegt.

Ölmessstab mit oberer und unterer Füllstandsmarkierung

    Nahaufnahme der Ölmessstabführung und Füllstandsmarkierungen

    Ölmessstab 3. Untere Füllstandsmarkierung

    2.Obere Füllstandsmarkierung

    ACHTUNG:

    Achten Sie darauf, den Ölmessstab vollständig in seine Führung einzuführen.

    2.4 Kraftstoff einfüllen

    WARNUNG:

    Benzin und Benzindämpfe sind leicht entzündlich und explosiv. Halten Sie Abstand zu Funken, Zigaretten, Flammen und anderen Zündquellen.

    Befüllen des tragbaren Kraftstofftanks

    1. Schließen Sie den Deckel nach dem Befüllen sicher. Wischen Sie verschütteten Kraftstoff auf.

    2.5 Motor starten

    Für F25/20BM
    1. Schließen Sie die Kraftstoffanschlüsse sicher an, nachdem Sie die Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel gelöst haben (2 oder 3 Umdrehungen).

    Lösen der Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel

    Anschließen des Kraftstoffanschlusses am Außenbordmotor

    1. Schließen Sie die Kraftstoffanschlüsse sicher an und drücken Sie die Handpumpe mit dem Auslassende nach oben zusammen, bis sie sich fest anfühlt (sofern ein Kraftstoffanschluss vorhanden ist).

    Zusammendrücken der Handpumpe mit dem Auslassende nach oben

    Handpumpe, die nach dem Vorpumpen fest wird

    1. Stellen Sie den Schalthebel in die Neutralstellung.

    Schalthebel in Neutralstellung

    HINWEIS:

    Die Startsperre bei eingelegtem Gang verhindert das Starten des Motors, solange er sich nicht in Neutralstellung befindet. Befestigen Sie die Reißleine des Motorstoppschalters sicher an Ihrer Kleidung, Ihrem Arm oder Bein. Setzen Sie anschließend die Sperrplatte am anderen Ende der Reißleine in den Motorstoppschalter ein.

    WARNUNG:

    • · Der Motor muss in Neutralstellung gestartet werden, da andernfalls der Anlasser beschädigt werden und eine Gefahr entstehen kann.
    • · Befestigen Sie die Reißleine nicht an Kleidung, die sich losreißen könnte. Verlegen Sie die Reißleine nicht so, dass sie sich verfangen und dadurch

    ihre Funktion beeinträchtigt werden könnte.

    · Vermeiden Sie, während des normalen Betriebs versehentlich an der Reißleine zu ziehen. Der Verlust der Motorleistung bedeutet zugleich den Verlust der Lenkfähigkeit. Ohne Motorleistung kann das Boot außerdem schnell langsamer werden. Dadurch können Personen und Gegenstände im Boot nach vorn geschleudert werden.

    Am Bediener befestigte Reißleine des Motorstoppschalters

    1. Bringen Sie den Gasgriff in die Position „START“ (Start).

    Gasgriff in der Position START

    1. Ziehen Sie den Handstartergriff langsam, bis Sie einen Widerstand spüren. Ziehen Sie ihn dann kräftig und gerade heraus, um den Motor durchzudrehen und zu starten. Wiederholen Sie dies bei Bedarf.

    Ziehen des Handstartergriffs zum Durchdrehen des Motors

      1. Führen Sie den Handstartergriff nach dem Motorstart langsam in seine Ausgangsposition zurück, bevor Sie ihn loslassen.
      1. Drehen Sie den Gasgriff langsam in die vollständig geschlossene Position zurück.

    ACHTUNG:

    • · Ein kalter Motor muss warmlaufen.
    • · Wenn der Motor beim ersten Versuch nicht startet, wiederholen Sie das Verfahren. Wenn der Motor nach 4 oder 5 Versuchen nicht startet, öffnen Sie den Gasgriff ein wenig (zwischen 1/8 und 1/4) und versuchen Sie es erneut.
    Für F25/20BW
    1. Schließen Sie die Kraftstoffanschlüsse sicher an, nachdem Sie die Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel gelöst haben (2 oder 3 Umdrehungen).

    Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel für F25/20BW

    Anschließen des Kraftstoffanschlusses beim Modell F25/20BW

    1. Schließen Sie die Kraftstoffanschlüsse sicher an und drücken Sie die Handpumpe mit dem Auslassende nach oben zusammen, bis sie sich fest anfühlt (sofern ein Kraftstoffanschluss vorhanden ist).

    Zusammendrücken der Handpumpe beim Modell F25/20BW

    Handpumpe nach dem Vorpumpen beim Modell F25/20BW

    1. Stellen Sie den Fernschalthebel in die Neutralstellung.

    Fernschalthebel in Neutralstellung beim F25/20BW

    HINWEIS:

    Die Startsperre bei eingelegtem Gang verhindert das Starten des Motors, solange er sich nicht in Neutralstellung befindet. Befestigen Sie die Reißleine des Motorstoppschalters sicher an Ihrer Kleidung, Ihrem Arm oder Bein. Setzen Sie anschließend die Sperrplatte am anderen Ende der Reißleine in den Motorstoppschalter ein.

    WARNUNG:

    • Der Motor muss in Neutralstellung gestartet werden, da andernfalls der Anlasser beschädigt werden und eine Gefahr entstehen kann.
    • Befestigen Sie die Reißleine nicht an Kleidung, die sich losreißen könnte. Verlegen Sie die Reißleine nicht so, dass sie sich verfangen und dadurch ihre Funktion beeinträchtigt werden könnte.
    • Vermeiden Sie, während des normalen Betriebs versehentlich an der Reißleine zu ziehen. Der Verlust der Motorleistung bedeutet zugleich den Verlust der Lenkfähigkeit. Ohne Motorleistung kann das Boot außerdem schnell langsamer werden. Dadurch können Personen und Gegenstände im Boot nach vorn geschleudert werden.
    1. Bringen Sie den Gasgriff in die Position „START“ (Start). Drehen Sie den Hauptschalter auf „ON“ (Ein).

    Gasgriff in der Position START beim F25/20BW

    Hauptschalter in der Position ON beim F25/20BW

    5.Drehen Sie den Hauptschalter auf „START“ (Start) und halten Sie ihn höchstens 5 Sekunden lang in dieser Stellung.

    Drehen des Hauptschalters auf START beim F25/20BW

    • 6.Führen Sie den Handstartergriff nach dem Motorstart langsam in seine Ausgangsposition zurück, bevor Sie ihn loslassen. Lassen Sie den Hauptschalter unmittelbar nach dem Motorstart los, damit er auf „ON“ (Ein) zurückkehrt.
    • 7.Drehen Sie den Gasgriff langsam in die vollständig geschlossene Position zurück.

    HINWEIS:

    • Drehen Sie den Hauptschalter niemals auf „START“ (Start), während der Motor läuft.
    • Lassen Sie den Anlasser nicht länger als 5 Sekunden drehen. Wenn der Anlasser länger als 5 Sekunden ununterbrochen läuft, wird die Batterie schnell entladen, wodurch

    der Motor nicht mehr gestartet werden kann. Auch der Anlasser kann beschädigt werden. Wenn der Motor nach 5 Sekunden Anlassen nicht startet, drehen Sie den Hauptschalter zurück auf „ON“ (Ein), warten Sie 10 Sekunden und lassen Sie den Motor erneut an.

    HINWEIS:

    • Ein kalter Motor muss warmlaufen.
    • Wenn der Motor beim ersten Versuch nicht startet, wiederholen Sie das Verfahren. Wenn er nach 4 oder 5 Versuchen nicht startet, öffnen Sie den Gasgriff ein wenig (zwischen 1/8 und 1/4) und versuchen Sie es erneut.
    Für F25/20FW
    1. Schließen Sie die Kraftstoffanschlüsse sicher an, nachdem Sie die Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel gelöst haben (2 oder 3 Umdrehungen).

    Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel für F25/20FW

    Anschließen des Kraftstoffanschlusses beim Modell F25/20FW

    1. Schließen Sie die Kraftstoffanschlüsse sicher an und drücken Sie die Handpumpe mit dem Auslassende nach oben zusammen, bis sie sich fest anfühlt (sofern ein Kraftstoffanschluss vorhanden ist).

    Zusammendrücken der Handpumpe beim Modell F25/20FW

    Handpumpe nach dem Vorpumpen beim Modell F25/20FW

    1. Stellen Sie den Fernschalthebel in die Neutralstellung.

    Fernschalthebel in Neutralstellung beim F25/20FW

    HINWEIS:

    Die Startsperre bei eingelegtem Gang verhindert das Starten des Motors, solange er sich nicht in Neutralstellung befindet.

    1. Befestigen Sie die Reißleine des Motorstoppschalters sicher an Ihrer Kleidung, Ihrem Arm oder Bein. Setzen Sie anschließend die Sperrplatte am anderen Ende der Reißleine in den Motorstoppschalter ein.

    WARNUNG:

    • Befestigen Sie die Reißleine des Motorstoppschalters sicher an Ihrer Kleidung, Ihrem Arm oder Bein.
    • Befestigen Sie die Reißleine nicht an Kleidung, die sich losreißen könnte. Verlegen Sie die Reißleine nicht so, dass sie sich verfangen und dadurch ihre Funktion beeinträchtigt werden könnte.
    • Vermeiden Sie, während des normalen Betriebs versehentlich an der Reißleine zu ziehen. Der Verlust der Motorleistung bedeutet zugleich den Verlust der Lenkfähigkeit. Ohne Motorleistung kann das Boot außerdem schnell langsamer werden. Dadurch können Personen und Gegenstände im Boot nach vorn geschleudert werden.

    Befestigung der Reißleine des Motorstoppschalters beim F25/20FW

    1. Drehen Sie den Hauptschalter auf „ON“ (Ein).

    HINWEIS:

    • Zum Starten eines warmen Motors muss der Choke nicht betätigt werden.
    • Wenn der Choke bei laufendem Motor in seiner Ausgangsposition bleibt, läuft der Motor schlecht oder geht aus.
      1. Drehen Sie den Hauptschalter auf „START“ (Start) und halten Sie ihn höchstens 5 Sekunden lang in dieser Stellung.

    Hauptschalter beim F25/20FW auf START gedreht

    1. Lassen Sie den Hauptschalter unmittelbar nach dem Motorstart los, damit er auf „ON“ (Ein) zurückkehrt.

    ACHTUNG:

    • Drehen Sie den Hauptschalter niemals auf „START“ (Start), während der Motor läuft.
    • Lassen Sie den Anlasser nicht länger als 5 Sekunden drehen. Wenn der Anlasser länger als 5 Sekunden ununterbrochen läuft, wird die Batterie schnell entladen, sodass der Motor nicht mehr gestartet werden kann. Auch der Anlasser kann beschädigt werden. Wenn der Motor nach 5 Sekunden Anlassen nicht startet, drehen Sie den Hauptschalter zurück auf „ON“ (Ein), warten Sie 10 Sekunden und lassen Sie den Motor erneut an.

    HINWEIS:

    Ein kalter Motor muss warmlaufen.

    2.6 Motor warmlaufen lassen

      1. Stellen Sie den Schalthebel nach dem Motorstart in die Neutralstellung. Lassen Sie den Motor während der ersten ungefähr 3 Minuten nach dem Start bei höchstens einem Fünftel Gas warmlaufen. Andernfalls verkürzt sich die Lebensdauer des Motors.
      1. Prüfen Sie, ob ein gleichmäßiger Wasserstrahl aus der Kühlwasser-Kontrollöffnung austritt.

    Kühlwasser-Kontrollöffnung mit gleichmäßigem Wasserstrahl

    ACHTUNG:

    • · Wenn bei laufendem Motor nicht ständig Wasser aus der Öffnung austritt, stellen Sie den Motor ab und prüfen Sie, ob der Kühlwassereinlass am Unterwasserteil oder die Kühlwasser-Kontrollöffnung verstopft ist.
    • · Wenn das Problem nicht gefunden und behoben werden kann, wenden Sie sich an Ihren PARSUN-Händler.

    2.7 Schalten

    WARNUNG:

    Vergewissern Sie sich vor dem Schalten, dass sich keine Schwimmer oder Hindernisse in Ihrer Nähe im Wasser befinden.

    ACHTUNG:

    Schließen Sie vor dem Wechsel von Vorwärts auf Rückwärts oder umgekehrt zunächst den Gasgriff, sodass der Motor im Leerlauf (oder mit niedriger Drehzahl) läuft.

    2.7.1 Vorwärts

    1. Bringen Sie den Gasgriff in die vollständig geschlossene Position.

    Gasgriff in vollständig geschlossener Position für den Vorwärtsgang

    1. Bewegen Sie den Schalthebel schnell und sicher von Neutral auf Vorwärts.

    Schalthebel von Neutral auf Vorwärts bewegt

    Für F25/20FW

    Ziehen Sie die Neutralverriegelung nach oben und bewegen Sie den Fernschalthebel schnell und sicher von Neutral auf Vorwärts.

    Fernschalthebel beim F25/20FW auf Vorwärts bewegt

    2.7.2 Rückwärts

    WARNUNG:

    Fahren Sie im Rückwärtsgang langsam. Öffnen Sie den Gasgriff nicht weiter als bis zur Hälfte. Andernfalls kann das Boot instabil werden, was zum Kontrollverlust und zu einem Unfall führen kann.

    1. Bringen Sie den Gasgriff in die vollständig geschlossene Position.

    Gasgriff in vollständig geschlossener Position für den Rückwärtsgang

    1. Bewegen Sie den Schalthebel schnell und sicher von Neutral auf Rückwärts.

    Schalthebel von Neutral auf Rückwärts bewegt

    Für F25/20FW

    WARNUNG:

    Fahren Sie im Rückwärtsgang langsam. Öffnen Sie den Gasgriff nicht weiter als bis zur Hälfte. Andernfalls kann das Boot instabil werden, was zum Kontrollverlust und zu einem Unfall führen kann.

    1. Prüfen Sie, ob sich der Kippsperrhebel in der Sperrstellung befindet.

    Kippsperrhebel in Sperrstellung für den Rückwärtsgang

    1. Ziehen Sie die Neutralverriegelung nach oben und bewegen Sie den Fernschalthebel schnell und sicher von Neutral auf Rückwärts.

    2.8 Pinne

    Für F25/20BM &F25/20BW
    1. Richtung ändern: Bewegen Sie den Pinnengriff je nach Bedarf nach links oder rechts, um die Richtung zu ändern.

    Pinnengriff zum Richtungswechsel nach links oder rechts bewegen

    2. Geschwindigkeit ändern

    Drehen Sie den Griff gegen den Uhrzeigersinn, um die Geschwindigkeit zu erhöhen, und im Uhrzeigersinn, um sie zu verringern.

    3. Gasgriffanzeige

    Die Gasgriffanzeige befindet sich am Gasgriff. Die Kraftstoffverbrauchskurve auf der Anzeige stellt die relative Kraftstoffmenge für jede Gasgriffstellung dar. Wählen Sie die Einstellung, die für den gewünschten Betrieb die beste Leistung und Kraftstoffeffizienz bietet.

    Gasgriffanzeige am Gasgriff mit Kraftstoffverbrauch

    1. Gasgriffanzeige

    4. Gasgriff-Reibungseinsteller

    Position des Gasgriff-Reibungseinstellers am Pinnengriff

    Der Gasgriff-Reibungseinsteller befindet sich am Pinnengriff, bietet einen einstellbaren Widerstand gegen die Bewegung des Gasgriffs und kann entsprechend den Vorlieben des Bedieners eingestellt werden.

    Drehen Sie den Einsteller im Uhrzeigersinn, um den Widerstand zu erhöhen. Drehen Sie den Einsteller gegen den Uhrzeigersinn, um den Widerstand zu verringern.

    Ziehen Sie den Einsteller bei gewünschter konstanter Geschwindigkeit so an, dass die gewünschte Gasgriffstellung gehalten wird.

    WARNUNG:

    Ziehen Sie den Reibungseinsteller nicht zu fest an. Bei zu hohem Widerstand kann die Betätigung des Gashebels oder Gasgriffs erschwert werden, was zu einem Unfall führen kann.

    2.9 Trimmanode

    Die Trimmanode muss so eingestellt werden, dass sich die Lenkung mit dem gleichen Kraftaufwand nach rechts und links drehen lässt.

    WARNUNG:

    • Eine falsch eingestellte Trimmanode kann die Lenkung erschweren. Führen Sie nach Einbau oder Austausch der Trimmanode stets eine Probefahrt durch, um die einwandfreie Lenkung zu prüfen.
    • Stellen Sie sicher, dass die Schraube festgezogen ist.

    Wenn das Boot nach links zieht, drehen Sie die Trimmanode zur Backbordseite. Wenn das Boot nach rechts zieht, drehen Sie die Trimmanode zur Steuerbordseite.

    2.10 Motor abstellen

    Für F25/20BM & F25/20BW

    HINWEIS:

    Lassen Sie den Motor vor dem Abstellen zunächst einige Minuten im Leerlauf oder bei niedriger Drehzahl abkühlen. Es wird nicht empfohlen, den Motor unmittelbar nach dem Betrieb mit hoher Drehzahl abzustellen.

    1. Halten Sie die Motorstopptaste gedrückt, bis der Motor vollständig zum Stillstand kommt.

    HINWEIS:

    Wenn der Außenbordmotor mit einer Reißleine für den Motorstoppschalter ausgestattet ist, kann der Motor auch durch Ziehen der Reißleine und Entfernen der Sperrplatte aus dem Motorstoppschalter abgestellt werden.

    Zum Abstellen des Motors gedrückte Motorstopptaste

    1. Ziehen Sie die Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel fest.

    Festziehen der Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel

    1. Trennen Sie die Kraftstoffleitung.

    Trennen der Kraftstoffleitung vom Außenbordmotor

    Vom Außenbordmotor getrennte Kraftstoffleitung

    Für F25/20FW
    1. Drehen Sie den Hauptschalter auf „OFF“ (Aus).

    Hauptschalter beim F25/20FW auf OFF gedreht

    1. Ziehen Sie die Entlüftungsschraube am Kraftstofftankdeckel fest.

    Festziehen der Entlüftungsschraube beim F25/20FW

    1. Trennen Sie die Kraftstoffleitung.

    Trennen der Kraftstoffleitung beim F25/20FW

    Getrennte Kraftstoffleitung beim F25/20FW

    2.11 Außenbordmotor trimmen

    Zur Einstellung des Trimmwinkels des Außenbordmotors befinden sich 4 oder 5 Bohrungen in der Klemmhalterung.

      1. Stellen Sie den Motor ab.
      1. Entfernen Sie die Trimmstange aus der Klemmhalterung, während Sie den Außenbordmotor leicht hochkippen.

    Entfernen der Trimmstange aus der Klemmhalterung

    1. Setzen Sie die Stange in die gewünschte Bohrung ein. Führen Sie Probefahrten mit unterschiedlichen Trimmwinkeln durch, um die für Ihr Boot und die Betriebsbedingungen am besten geeignete Position zu ermitteln.

    WARNUNG:

    • Stellen Sie den Motor ab, bevor Sie den Trimmwinkel einstellen. Achten Sie beim Entfernen oder Einsetzen der Stange darauf, sich nicht einzuklemmen.
    • Gehen Sie beim erstmaligen Ausprobieren einer Trimmstellung vorsichtig vor. Erhöhen Sie die Geschwindigkeit allmählich und achten Sie auf Anzeichen von Instabilität oder Steuerproblemen. Ein falscher Trimmwinkel kann zum Kontrollverlust führen.

    2.12 Hoch- und Herunterkippen

    Wenn der Motor längere Zeit abgestellt wird oder das Boot in flachem Wasser vertäut ist, muss der Außenbordmotor hochgekippt werden, um Propeller und Gehäuse vor Schäden durch Kollisionen mit Hindernissen zu schützen und die Korrosion zu verringern.

    WARNUNG:

    Stellen Sie sicher, dass sich beim Hoch- und Herunterkippen keine Personen in der Nähe des Außenbordmotors befinden. Achten Sie außerdem darauf, keine Körperteile zwischen Antriebseinheit und Motorhalterung einzuklemmen.

    HINWEIS:

    Kippen Sie den Motor nicht durch Drücken auf den Pinnengriff hoch, da der Griff dadurch brechen kann. Der Außenbordmotor kann im Rückwärtsgang nicht gekippt werden.

    2.12.1 Hochkippen

    Für F25/20BM & F25/20BW
    1. Stellen Sie den Schalthebel in Neutralstellung (sofern vorhanden).

    Schalthebel zum Hochkippen in Neutralstellung

    1. Ziehen Sie den Lenkungs-Reibungseinsteller durch Drehen im Uhrzeigersinn fest, damit sich der Motor nicht frei dreht.

    Festziehen des Lenkungs-Reibungseinstellers im Uhrzeigersinn

    3.Trennen Sie die Kraftstoffleitung vom Außenbordmotor.

    Trennen der Kraftstoffleitung vor dem Hochkippen

    1. Stellen Sie den Kippsperrhebel (sofern vorhanden) in die obere Position.

    Kippsperrhebel in die obere Position gestellt

    1. Halten Sie den hinteren Griff fest und kippen Sie den Motor vollständig hoch, bis der Kippstützhebel automatisch einrastet.

    Motor vollständig hochgekippt, bis die Kippstütze einrastet

    Für F25/20FW
    1. Stellen Sie den Fernschalthebel in Neutralstellung (sofern vorhanden).

    Fernschalthebel beim Hochkippen des F25/20FW in Neutralstellung

    1. Trennen Sie die Kraftstoffleitung vom Außenbordmotor.

    Trennen der Kraftstoffleitung zum Hochkippen des F25/20FW

    1. Stellen Sie den Kippsperrhebel (sofern vorhanden) in die obere Position.

    Kippsperrhebel beim F25/20FW in oberer Position

    1. Halten Sie den hinteren Griff fest und kippen Sie den Motor vollständig hoch, bis der Kippstützhebel automatisch einrastet.

    F25/20FW vollständig hochgekippt

    2.12.2 Herunterkippen

    Für F25/20BM & F25/20BW
      1. Kippen Sie den Außenbordmotor leicht hoch.
      1. Kippen Sie den Außenbordmotor langsam herunter, während Sie den Kippsperrhebel in die untere Position stellen.

    Herunterkippen des Außenbordmotors bei Betätigung des Kippsperrhebels

    1. Lösen Sie den Lenkungs-Reibungseinsteller durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn und stellen Sie den Lenkungswiderstand nach den Vorlieben des Bedieners ein.

    WARNUNG:

    Bei zu hohem Widerstand kann die Lenkung erschwert werden, was zu einem Unfall führen kann.

    Lösen des Lenkungs-Reibungseinstellers gegen den Uhrzeigersinn

    Für F25/20FW
    1. Stellen Sie den Kippsperrhebel in die Sperrstellung.

    Kippsperrhebel beim F25/20FW in Sperrstellung

      1. Kippen Sie den Motor leicht hoch, bis die Kippstützstange automatisch freigegeben wird.
      1. Kippen Sie den Motor leicht hoch, bis die Kippstützstange automatisch freigegeben wird.

    2.13 Fahren unter anderen Bedingungen

    2.13.1 Fahren in flachem Wasser

    Der Außenbordmotor kann teilweise hochgekippt werden, um den Betrieb in flachem Wasser zu ermöglichen.

    WARNUNG:

    Stellen Sie den Schalthebel unbedingt in Neutralstellung, bevor Sie in flachem Wasser fahren oder den Außenbordmotor hochkippen.

    • Bringen Sie den Außenbordmotor wieder in seine Normalstellung, sobald sich das Boot wieder in tieferem Wasser befindet. ACHTUNG:

    Der Kühlwassereinlass am Unterwasserteil darf beim Einrichten und Fahren in flachem Wasser nicht über der Wasseroberfläche liegen. Andernfalls können schwere Schäden durch Überhitzung entstehen. Das Kippverfahren ist in Abschnitt 2.12 beschrieben.

    2.13.2 Fahren in Salzwasser

    Spülen Sie nach dem Betrieb in Salzwasser die Kühlwasserkanäle mit Frischwasser, damit sie nicht durch Salzablagerungen verstopfen.

    3. Wartung

    Während der Nutzung des Außenbordmotors ist eine regelmäßige Wartung erforderlich, um seine Leistungsfähigkeit sicherzustellen.

    WARNUNG:

    • Stellen Sie sicher, dass der Motor bei Wartungsarbeiten ausgeschaltet ist, sofern nicht anders angegeben.
    • Wenn Sie oder der Eigentümer mit der Wartung von Maschinen nicht vertraut sind, sollten diese Arbeiten von Ihrem PARSUN-Händler oder einem anderen qualifizierten Mechaniker durchgeführt werden.

    ACHTUNG:

    Wenn Ersatzteile benötigt werden, verwenden Sie ausschließlich Originalteile von PARSUN oder Teile desselben Typs mit gleichwertiger Festigkeit und aus gleichwertigen Materialien.

    3.1 Schmierung

    Schmierstellen am Außenbordmotor

    3.2 Zündkerze reinigen und einstellen

    Die Zündkerze sollte regelmäßig ausgebaut und überprüft werden, da Hitze und Ablagerungen zu allmählichem Verschleiß und Abbrand führen. Ersetzen Sie die Zündkerze bei Bedarf durch eine Zündkerze des richtigen Typs.

    Messen Sie vor dem Einbau der Zündkerze den Elektrodenabstand mit einer Drahtfühlerlehre und stellen Sie ihn bei Bedarf auf den vorgeschriebenen Wert ein.

    Messung des Zündkerzen-Elektrodenabstands mit einer Drahtfühlerlehre

    Reinigen Sie beim Einbau der Zündkerze stets die Dichtfläche und verwenden Sie eine neue Dichtung. Entfernen Sie Schmutz vom Gewinde und ziehen Sie die Zündkerze mit dem richtigen Drehmoment fest.

    3.3 Kraftstoffsystem überprüfen

    1. Überprüfen Sie die Kraftstoffleitungen auf Undichtigkeiten, Risse oder Fehlfunktionen. Wird ein Problem festgestellt, lassen Sie es unverzüglich von Ihrem PARSUN-Händler oder einem anderen qualifizierten Mechaniker beheben.

    Prüfung der Kraftstoffleitungen auf Undichtigkeiten und Risse

    Prüfpunkte der Kraftstoffleitungsanschlüsse

    WARNUNG:

    • Prüfen Sie regelmäßig auf austretenden Kraftstoff.
    • Wird eine Undichtigkeit festgestellt, muss das Kraftstoffsystem von einem qualifizierten Mechaniker repariert werden.
    1. Überprüfen Sie den Kraftstofffilter regelmäßig. Wenn sich Fremdkörper im Filter befinden, reinigen Sie ihn.

    Position für die Überprüfung des Kraftstofffilters

    3.3.1 Kraftstofffilter reinigen

    1. Entfernen Sie, sofern vorhanden, die Mutter, mit der die Kraftstofffilterbaugruppe befestigt ist.

    Ausbau der Kraftstofffilterbaugruppe mit Mutter

      1. Schrauben Sie den Filterbecher ab und fangen Sie verschütteten Kraftstoff mit einem Lappen auf.
      1. Nehmen Sie das Filterelement heraus und waschen Sie es in Lösungsmittel. Lassen Sie es trocknen. Überprüfen Sie das Filterelement und den O-Ring des Filterbechers auf einwandfreien Zustand. Ersetzen Sie sie bei Bedarf. Wenn sich Wasser im Kraftstoff befindet, überprüfen und reinigen Sie die tragbaren Kraftstofftanks.

    Bauteile des Kraftstofffilters: Becher, O-Ring, Filterelement und Filtergehäuse

      1. Filterbecher 2. O-Ring 3. Filterelement 4. Filtergehäuse
      1. Setzen Sie das Filterelement wieder in den Becher ein. Vergewissern Sie sich, dass der O-Ring korrekt im Becher sitzt. Schrauben Sie den Becher fest auf das Filtergehäuse.
      1. Befestigen Sie die Filterbaugruppe so an der Halterung, dass die Kraftstoffschläuche mit ihr verbunden sind. Lassen Sie den Motor laufen und prüfen Sie Filter und Leitungen auf Undichtigkeiten.

    3.4 Leerlaufdrehzahl überprüfen

    Für dieses Verfahren sollte ein Diagnose-Drehzahlmesser verwendet werden. Die Ergebnisse können unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob die Prüfung mit dem Spülanschluss, in einem Testtank oder mit dem Außenbordmotor im Wasser erfolgt.

      1. Starten Sie den Motor und lassen Sie ihn in Neutralstellung vollständig warmlaufen, bis er gleichmäßig läuft.
      1. Prüfen Sie, ob die Leerlaufdrehzahl dem vorgeschriebenen Wert entspricht. Leerlaufdrehzahl: 975±50 U/min

    ACHTUNG:

    Eine korrekte Prüfung der Leerlaufdrehzahl ist nur bei vollständig warmgelaufenem Motor möglich. Ist der Motor nicht vollständig warmgelaufen, wird eine höhere Leerlaufdrehzahl als normal gemessen. Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Überprüfung der Leerlaufdrehzahl haben oder diese eingestellt werden muss, wenden Sie sich an einen PARSUN-Händler oder einen anderen qualifizierten Mechaniker.

    3.5 Motoröl wechseln

    WARNUNG:

    • Lassen Sie das Motoröl nicht unmittelbar nach dem Abstellen des Motors ab. Das Öl ist heiß und muss vorsichtig gehandhabt werden, um Verbrennungen zu vermeiden.
    • Vergewissern Sie sich, dass der Außenbordmotor sicher am Heckspiegel oder an einem stabilen Ständer befestigt ist.

    ACHTUNG:

    Wechseln Sie das Motoröl nach den ersten 10 Betriebsstunden und anschließend alle 100 Stunden oder alle 6 Monate. Andernfalls verschleißt der Motor schnell. Wechseln Sie das Motoröl, solange es noch warm ist.

    1. Bringen Sie den Außenbordmotor in eine aufrechte Position (nicht gekippt).

    Außenbordmotor in aufrechter Position für den Ölwechsel

    1. Stellen Sie einen geeigneten Behälter bereit, dessen Fassungsvermögen größer als die Motorölmenge ist. Lösen und entfernen Sie die Ablassschraube, während Sie den Behälter unter die Ablassöffnung halten. Entfernen Sie anschließend den Öleinfülldeckel. Lassen Sie das Öl vollständig ablaufen. Wischen Sie verschüttetes Öl sofort auf.

    Lösen der Ölablassschraube mit darunter stehendem Behälter

    Ablassen des Motoröls in einen Behälter

      1. Setzen Sie eine neue Dichtung auf die Ölablassschraube. Ziehen Sie die Ablassschraube fest.
      1. Füllen Sie die richtige Ölmenge durch die Einfüllöffnung ein. Bringen Sie den Einfülldeckel wieder an.
      1. Starten Sie den Motor und vergewissern Sie sich, dass kein Öl austritt.
      1. Stellen Sie den Motor ab und warten Sie 3 Minuten. Prüfen Sie den Ölstand erneut mit dem Ölmessstab und vergewissern Sie sich, dass er zwischen der oberen und unteren Markierung liegt.

    ACHTUNG:

    Das Öl sollte häufiger gewechselt werden, wenn der Motor unter erschwerten Bedingungen wie längerem Schleppbetrieb eingesetzt wird.

    3.6 Kabel und Steckverbindungen überprüfen

    Prüfen Sie, ob jedes Massekabel ordnungsgemäß befestigt und jeder Steckverbinder sicher verbunden ist.

    3.7 Auf Undichtigkeiten prüfen

    Prüfen Sie, dass an den Verbindungsstellen zwischen Abgasdeckel, Zylinderkopf und Zylinderblock weder Abgas noch Wasser austritt. Prüfen Sie den Bereich um den Motor auf Öllecks.

    ACHTUNG:

    Wenn Undichtigkeiten festgestellt werden, wenden Sie sich an Ihren PARSUN-Händler.

    3.8 Propeller überprüfen

    WARNUNG:

    • Treffen Sie vor dem Prüfen, Ausbauen oder Einbauen des Propellers stets Vorkehrungen, damit der Motor nicht versehentlich startet. Ziehen Sie beispielsweise die Zündkerzenstecker von den Zündkerzen ab, stellen Sie die Schaltung auf Neutral und entfernen Sie die Reißleine vom Motor-Stoppschalter. Wenn der Motor startet, während Sie sich in seiner Nähe befinden, kann dies zu einem schweren Unfall führen.
    • Halten Sie den Propeller beim Lösen oder Festziehen der Propellermutter nicht mit der Hand fest. Legen Sie einen Holzklotz zwischen Antikavitationsplatte und Propeller, damit sich der Propeller nicht drehen kann.

    Propellerprüfung mit einem Holzklotz als Drehsicherung

    Nahaufnahme zur Prüfung von Propellerblatt und Propellerwelle

      1. Prüfen Sie jedes Propellerblatt auf Verschleiß, Erosion durch Kavitation oder Ventilation sowie auf sonstige Schäden.
      1. Prüfen Sie die Propellerwelle auf Schäden.
      1. Prüfen Sie die Keilverzahnung und den Scherstift auf Verschleiß oder Schäden.
      1. Prüfen Sie, ob sich eine Angelschnur um die Propellerwelle gewickelt hat.
      1. Prüfen Sie den Wellendichtring der Propellerwelle auf Schäden.

    3.8.1 Propeller ausbauen

      1. Richten Sie den Splint gerade und ziehen Sie ihn mit einer Zange heraus.
      1. Entfernen Sie die Propellermutter, die Unterlegscheibe und das Distanzstück (sofern vorhanden).
      1. Entfernen Sie den Propeller und die Druckscheibe.

    3.8.2 Propeller einbauen

    ACHTUNG:

    • Bauen Sie vor dem Propeller unbedingt die Druckscheibe ein, da sonst das Unterwassergehäuse und die Propellernabe beschädigt werden können.
    • Verwenden Sie unbedingt einen neuen Splint und biegen Sie seine Enden sicher um. Andernfalls könnte sich der Propeller während des Betriebs lösen und verloren gehen.
      1. Tragen Sie wasserbeständiges Marinefett oder korrosionsbeständiges Fett auf die Propellerwelle auf.
      1. Montieren Sie das Distanzstück (sofern vorhanden), die Druckscheibe und den Propeller auf der Propellerwelle.
      1. Montieren Sie das Distanzstück (sofern vorhanden) und die Unterlegscheibe.
      1. Ziehen Sie die Propellermutter fest. Richten Sie die Propellermutter auf die Bohrung in der Propellerwelle aus. Stecken Sie einen neuen Splint durch die Bohrung und biegen Sie seine Enden um.

    3.9 Getriebeöl wechseln

    WARNUNG:

    • Vergewissern Sie sich, dass der Außenbordmotor sicher am Heckspiegel oder an einem stabilen Ständer befestigt ist.
    • Begeben Sie sich niemals unter das Unterwasserteil, während der Außenbordmotor hochgekippt ist, selbst wenn der Kippstützhebel oder -knopf verriegelt ist. Beim Herabfallen des Motors können schwere Verletzungen entstehen.
      1. Kippen Sie den Außenbordmotor so, dass die Getriebeöl-Ablassschraube am tiefstmöglichen Punkt liegt.
      1. Stellen Sie einen geeigneten Behälter unter das Getriebegehäuse.
      1. Entfernen Sie die Getriebeöl-Ablassschraube.
      1. Getriebeöl-Ablassschraube
      1. Ölstandsschraube

    Position von Getriebeöl-Ablassschraube und Ölstandsschraube

    ACHTUNG:

    Wechseln Sie das Getriebeöl nach den ersten 10 Betriebsstunden und anschließend alle 100 Stunden oder alle 6 Monate. Andernfalls verschleißt das Getriebe schnell.

    1. Entfernen Sie die Ölstandsschraube, damit das Öl vollständig ablaufen kann.

    ACHTUNG:

    Untersuchen Sie das Altöl nach dem Ablassen. Wenn das Öl milchig ist, dringt Wasser in das Getriebegehäuse ein, was zu Getriebeschäden führen kann. Wenden Sie sich an einen PARSUN-Händler.

      1. Spritzen Sie das Getriebeöl mit einer flexiblen oder druckbeaufschlagten Füllvorrichtung in die Bohrung der Getriebeöl-Ablassschraube ein. (320cm3)
      1. Sobald Öl aus der Bohrung der Ölstandsschraube austritt, setzen Sie die Ölstandsschraube ein und ziehen Sie sie fest (ersetzen Sie bei Bedarf die Dichtungsscheibe).
      1. Setzen Sie die Getriebeöl-Ablassschraube ein und ziehen Sie sie fest (ersetzen Sie bei Bedarf die Dichtungsscheibe).

    3.10 Kraftstofftank reinigen

    WARNUNG:

    • Halten Sie sich beim Reinigen des Kraftstofftanks von Funken, Zigaretten, Flammen und anderen Zündquellen fern.
    • Reinigen Sie den Kraftstofftank im Freien an einem gut belüfteten Ort.
      1. Entleeren Sie den Kraftstofftank in einen zugelassenen Behälter.
      1. Füllen Sie eine kleine Menge eines geeigneten Lösungsmittels in den Tank. Bringen Sie den Deckel an und schütteln Sie den Tank. Lassen Sie das Lösungsmittel vollständig ab.
      1. Ziehen Sie die Kraftstoffanschluss-Baugruppe aus dem Tank.
      1. Reinigen Sie den Filter in einem geeigneten Reinigungsmittel und lassen Sie ihn trocknen.
      1. Ersetzen Sie die Dichtung durch eine neue. Bauen Sie die Kraftstoffanschluss-Baugruppe wieder ein und ziehen Sie die Schrauben fest an.

    3.11 Anode(n) überprüfen und ersetzen

    Überprüfen Sie die äußeren Anoden regelmäßig. Entfernen Sie Ablagerungen von den Oberflächen der Anoden. Wenden Sie sich zum Ersetzen der äußeren Anoden an einen PARSUN-Händler.

    ACHTUNG:

    Lackieren Sie die Anoden nicht, da sie dadurch unwirksam werden und der Motor schneller korrodieren kann.

    3.12 Motorhaube überprüfen

    Prüfen Sie den Sitz der Motorhaube, indem Sie mit beiden Händen darauf drücken. Wenn sie locker sitzt, lassen Sie sie von Ihrem PARSUN-Händler reparieren.

    Prüfung der Motorhaube durch Drücken mit beiden Händen

    3.13 Wartungstabelle

    Bei Betrieb unter normalen Bedingungen sowie ordnungsgemäßer Wartung und Reparatur kann der Motor während seiner üblichen Lebensdauer normal funktionieren.

    Die Häufigkeit der Wartungsarbeiten kann an die Betriebsbedingungen angepasst werden; die folgende Tabelle enthält jedoch allgemeine Richtlinien.

    Das Symbol „●“ kennzeichnet Prüfungen, die Sie selbst durchführen können.

    Das Symbol „○“ kennzeichnet Arbeiten, die von Ihrem Parsun-Händler ausgeführt werden müssen.

    BauteilArbeitenErste 10 Stunden (1 Monat)50 Stunden (3 Monate)100 Stunden (6 Monate)200 Stunden (1 Jahr)
    Anode(n) (außen)Prüfen/ersetzen●/○●/○
    Anode(n) (innen)Prüfen/ersetzen
    KühlwasserkanäleReinigen
    KühlschellePrüfen
    Kraftstofffilter (Einwegfilter)Prüfen/reinigen
    KraftstoffsystemPrüfen
    Kraftstofftank (tragbar)Prüfen/reinigen
    GetriebeölWechseln
    SchmierstellenSchmieren
    Leerlaufdrehzahl (Vergasermodelle)Prüfen/einstellen●/○●/○
    Propeller und SplintPrüfen/ersetzen
    Schalt-/GaszugPrüfen/einstellen
    ThermostatPrüfen
    Gasgestänge/Gaszug/Zündzeitpunkt der GasbetätigungPrüfen/einstellen
    WasserpumpePrüfen
    MotorölPrüfen/wechseln
    ÖlfilterWechseln
    Zündkerze(n)Reinigen/einstellen/ersetzen
    ZahnriemenPrüfen/ersetzen
    Ventilspiel (OHC, OHV)Prüfen/einstellen

    HINWEIS:

    Bei Betrieb in Salz-, trübem oder schlammigem Wasser sollte der Motor nach jedem Einsatz mit sauberem Wasser gespült werden.

    4. Transport und Lagerung

    4.1 Transport

    Der Außenbordmotor sollte in seiner normalen Betriebsstellung transportiert und gelagert werden. Ist die Bodenfreiheit in dieser Stellung nicht ausreichend, transportieren Sie den Außenbordmotor in hochgekippter Stellung und verwenden Sie dabei eine Motorstützvorrichtung.

    ACHTUNG:

    Verwenden Sie den Kippstützhebel oder -knopf nicht beim Transport des Boots auf einem Anhänger. Der Außenbordmotor könnte sich von der Kippstütze lösen und herabfallen.

    WARNUNG:

    • · Begeben Sie sich niemals unter das Unterwasserteil, während es hochgekippt ist, selbst wenn eine Motorstützstange verwendet wird.
    • · Wenn der Außenbordmotor ausgebaut vom Boot transportiert oder gelagert wird, bewahren Sie ihn in der abgebildeten Lage auf.

    ACHTUNG:

    • · Legen Sie ein Handtuch oder etwas Ähnliches unter den Außenbordmotor, um ihn vor Beschädigungen zu schützen.
    • · Legen Sie den Außenbordmotor nicht auf die Seite (nicht aufrecht), bevor das Motoröl vollständig abgelassen wurde. Andernfalls kann Öl in den Zylinder gelangen und Motorstörungen verursachen.

    Korrekte Lage des Außenbordmotors für Transport und Lagerung

    4.2 Lagerung

    Wenn Sie Ihren PARSUN-Außenbordmotor über einen längeren Zeitraum lagern (2 Monate oder länger), müssen mehrere wichtige Maßnahmen durchgeführt werden, um übermäßige Schäden zu vermeiden.

    Es empfiehlt sich, den Außenbordmotor vor der Lagerung von einem autorisierten PARSUN-Händler warten zu lassen. Die folgenden Arbeiten können Sie als Eigentümer jedoch mit einer Mindestausstattung an Werkzeug selbst durchführen.

    ACHTUNG:

    • Halten Sie den Außenbordmotor bei Transport und Lagerung aufrecht. Wenn Sie den Außenbordmotor auf der Seite (nicht aufrecht) lagern oder transportieren, legen Sie ihn nach dem vollständigen Ablassen des Motoröls auf eine gepolsterte Unterlage.
    • Legen Sie den Außenbordmotor erst auf die Seite, nachdem das Kühlwasser vollständig abgelaufen ist.
    • Lagern Sie den Außenbordmotor an einem trockenen, gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
      1. Waschen Sie das Gehäuse des Außenbordmotors mit Frischwasser.
      1. Trennen Sie die Kraftstoffleitung und ziehen Sie die Entlüftungsschraube fest.
      1. Entfernen Sie die Motorhaube und die Schalldämpferabdeckung.
      1. Montieren Sie den Außenbordmotor am Testtank.
        1. Niedrigster Wasserstand
        1. Wasseroberfläche

    Am Testtank montierter Außenbordmotor zum Spülen

    1. Füllen Sie den Tank bis über die Höhe der Antikavitationsplatte mit Frischwasser.

    ACHTUNG:

    Liegt der Frischwasserstand unterhalb der Antikavitationsplatte oder reicht die Wasserzufuhr nicht aus, kann der Motor festfressen.

    1. Starten Sie den Motor. Spülen Sie das Kühlsystem. Führen Sie Spülung und Konservierung gleichzeitig durch, da die Konservierung und Schmierung des Motors zwingend erforderlich ist, um Rostbildung im Motor zu verhindern.

    WARNUNG:

    • Berühren oder entfernen Sie beim Starten oder während des Betriebs keine elektrischen Bauteile.
    • Halten Sie Hände, Haare und Kleidung bei laufendem Motor vom Schwungrad und anderen rotierenden Teilen fern.
      1. Lassen Sie den Motor einige Minuten in Neutralstellung mit erhöhter Leerlaufdrehzahl laufen.
      1. Sprühen Sie unmittelbar vor dem Abstellen des Motors abwechselnd und zügig „Fogging Oil“ in jeden Vergaser oder, sofern vorhanden, in die Konservierungsöffnung der Schalldämpferabdeckung.
      1. Wenn kein „Fogging Oil“ verfügbar ist, lassen Sie den Motor mit erhöhter Leerlaufdrehzahl laufen, bis das Kraftstoffsystem leer ist und der Motor stoppt.
      1. Wenn kein „Fogging Oil“ verfügbar ist, entfernen Sie die Zündkerze(n). Geben Sie einen Teelöffel sauberes Motoröl in jeden Zylinder. Drehen Sie den Motor mehrmals von Hand durch. Setzen Sie die Zündkerze(n) wieder ein.
      1. Lassen Sie den Kraftstoff vollständig aus dem Kraftstofftank ab.

    ACHTUNG:

    Lagern Sie den Kraftstofftank an einem trockenen, gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

    5. Maßnahmen im Notfall

    5.1 Aufprallschäden

    Wenn der Außenbordmotor gegen einen Gegenstand im Wasser stößt, gehen Sie wie folgt vor.

      1. Stellen Sie den Motor sofort ab.
      1. Überprüfen Sie das Steuerungssystem und alle Bauteile auf Schäden.
      1. Kehren Sie unabhängig davon, ob Schäden festgestellt wurden, langsam und vorsichtig zum nächsten Hafen zurück.
      1. Lassen Sie den Außenbordmotor von einem PARSUN-Händler überprüfen, bevor Sie ihn erneut in Betrieb nehmen.

    5.2 Anlasser funktioniert nicht

    Wenn der Anlassmechanismus nicht funktioniert, kann der Motor mit einem Notstarterseil gestartet werden.

    WARNUNG:

    • Wenden Sie dieses Verfahren nur im Notfall und nur zur Rückkehr in den Hafen zwecks Reparatur an.
    • Wenn der Motor mit dem Notstarterseil gestartet wird, funktioniert die Startsperre bei eingelegtem Gang nicht. Vergewissern Sie sich, dass der Fernschalthebel in Neutralstellung steht.
    • Vergewissern Sie sich, dass beim Ziehen des Starterseils niemand hinter Ihnen steht. Es könnte nach hinten schnellen und jemanden verletzen.
    • Montieren Sie den Anlassmechanismus oder die Motorhaube nicht, nachdem der Motor läuft. Halten Sie beim Starten lose Kleidung und andere Gegenstände fern. Berühren Sie bei laufendem Motor weder das Schwungrad noch andere bewegliche Teile.
    • Berühren Sie beim Starten oder Betrieb des Motors weder Zündspule, Zündkabel, Zündkerzenstecker noch andere elektrische Bauteile.

    Gehen Sie wie folgt vor:

    1. Entfernen Sie die Motorhaube.
    2. Entfernen Sie das Kabel der Startsperre bei eingelegtem Gang und den Chokezug.

    Ausbau des Kabels der Startsperre und des Chokezugs

    1. Kabel der Startsperre bei eingelegtem Gang
    2. Entfernen Sie nach dem Lösen der drei Schrauben die Anlasserabdeckung. Trennen Sie die Leitungen der Warnanzeige.

    Abgenommene Anlasserabdeckung mit sichtbarem Schwungrad

    Trennen der Leitungen der Warnanzeige

      1. Bereiten Sie den Motor auf den Start vor. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 2.5.
      1. Führen Sie das geknotete Ende des Notstarterseils in die Aussparung des Schwungradrotors ein und wickeln Sie das Seil im Uhrzeigersinn mehrere Windungen um das Schwungrad.
    1. Ziehen Sie langsam am Seil, bis Sie Widerstand spüren.

    Im Uhrzeigersinn um das Schwungrad gewickeltes Notstarterseil

    1. Ziehen Sie das Seil kräftig und gerade heraus, um den Motor durchzudrehen und zu starten. Wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf.

    5.3 Behandlung eines untergetauchten Motors

    Wenn der Außenbordmotor untergetaucht ist, bringen Sie ihn sofort zu einem PARSUN-Händler. Andernfalls kann nahezu unverzüglich Korrosion einsetzen.

      1. Spülen Sie Verunreinigungen gründlich mit Frischwasser ab.
      1. Entfernen Sie die Zündkerze(n) und richten Sie anschließend die Zündkerzenöffnung nach unten, damit Schlamm und andere Verunreinigungen ablaufen können.
      1. Lassen Sie den Kraftstoff aus Vergaser, Kraftstofffilter und Kraftstoffleitung ab. Lassen Sie das Motoröl vollständig ab.
      1. Füllen Sie frisches Motoröl in die Ölwanne.
      1. Führen Sie beim Starten des Motors Konservierungsöl oder Motoröl durch den/die Vergaser und die Zündkerzenöffnungen zu.
      1. Bringen Sie den Außenbordmotor so bald wie möglich zu einem PARSUN-Händler.

    ACHTUNG:

    Versuchen Sie nicht, den Außenbordmotor in Betrieb zu nehmen, bevor er vollständig überprüft wurde.

    6. Fehlerbehebung

    StörungMögliche UrsacheAbhilfemaßnahme
    Anlasser funktioniert nichtBauteile des Anlassers sind defektVon Ihrem Händler warten lassen
    Anlasser funktioniert nichtSchalthebel steht nicht auf NeutralIn Neutralstellung schalten
    Motor startet nicht (Anlasser funktioniert)Kraftstofftank ist leerTank mit sauberem, frischem Kraftstoff füllen
    Kraftstoff ist verunreinigt oder überaltertTank mit sauberem, frischem Kraftstoff füllen
    Kraftstofffilter ist verstopftReinigen oder durch den empfohlenen Typ ersetzen
    Kraftstoffpumpe weist eine Fehlfunktion aufVon Ihrem Händler warten lassen
    Zündkerze(n) sind verrußt oder vom falschen TypZündkerze(n) prüfen; reinigen oder durch den empfohlenen Typ ersetzen
    Zündkerzenstecker ist/sind falsch montiertStecker prüfen und korrekt aufsetzen
    Zündverkabelung ist beschädigt oder schlecht angeschlossenKabel auf Verschleiß oder Brüche prüfen; lose Verbindungen festziehen; verschlissene oder gebrochene Kabel ersetzen
    Bauteile der Zündanlage sind defektVon Ihrem Händler warten lassen
    Reißleine des Motor-Stoppschalters ist nicht befestigtReißleine befestigen
    Innere Motorteile sind beschädigtVon Ihrem Händler warten lassen
    Motor läuft im Leerlauf unregelmäßig oder geht ausZündkerze(n) sind verrußt oder vom falschen TypZündkerze(n) prüfen; reinigen oder durch den empfohlenen Typ ersetzen
    Kraftstoffsystem ist blockiertKraftstoffleitung auf Quetschungen oder Knicke und Kraftstoffsystem auf andere Blockierungen prüfen
    Kraftstoff ist verunreinigt oder überaltertTank mit sauberem, frischem Kraftstoff füllen
    Kraftstofffilter ist verstopftReinigen oder durch den empfohlenen Typ ersetzen
    Zündkerzen-Elektrodenabstand ist falschPrüfen und wie vorgeschrieben einstellen
    Zündverkabelung ist beschädigt oder schlecht angeschlossenKabel auf Verschleiß oder Brüche prüfen; lose Verbindungen festziehen; verschlissene oder gebrochene Kabel ersetzen
    Vorgeschriebenes Motoröl wird nicht verwendetÖl wie vorgeschrieben prüfen und wechseln
    Thermostat ist defekt oder verstopftVon Ihrem Händler warten lassen
    Vergasereinstellung ist falschVon Ihrem Händler warten lassen
    Vergaser ist verstopftVon Ihrem Händler warten lassen
    Kraftstoffpumpe ist beschädigtVon Ihrem Händler warten lassen
    Entlüftungsschraube am Kraftstofftank ist geschlossenEntlüftungsschraube öffnen
    Kraftstoffanschlüsse sind falsch verbundenKorrekt anschließen
    Drosselklappeneinstellung ist falschVon Ihrem Händler warten lassen
    Chokeknopf befindet sich nicht in der AusgangsstellungIn die normale Betriebsstellung zurückbringen
    Motorleistung nimmt abZündkerze(n) sind verrußt oder vom falschen TypZündkerze(n) prüfen; reinigen oder durch den empfohlenen Typ ersetzen
    Kraftstoffsystem ist blockiertKraftstoffleitung auf Quetschungen oder Knicke und Kraftstoffsystem auf andere Blockierungen prüfen
    Kraftstofffilter ist/sind verstopftReinigen oder durch den empfohlenen Typ ersetzen
    Kraftstoff ist verunreinigt oder überaltertTank mit sauberem, frischem Kraftstoff füllen
    Zündkerzen-Elektrodenabstand ist falschPrüfen und wie vorgeschrieben einstellen
    Zündverkabelung ist beschädigt oder schlecht angeschlossenKabel auf Verschleiß oder Brüche prüfen; lose Verbindungen festziehen; verschlissene oder gebrochene Kabel ersetzen
    Bauteile der Zündanlage sind ausgefallenVon Ihrem Händler warten lassen
    Vorgeschriebenes Motoröl wird nicht verwendetÖl wie vorgeschrieben prüfen und wechseln
    Thermostat ist defekt oder verstopftVon Ihrem Händler warten lassen
    Entlüftungsschraube am Kraftstofftank ist geschlossenEntlüftungsschraube öffnen
    Kraftstoffpumpe weist eine Fehlfunktion aufVon Ihrem Händler warten lassen
    Kraftstoffanschlüsse sind falsch verbundenKorrekt anschließen
    Zündkerze(n) sind defekt oder nicht in GebrauchZündkerze(n) wie vorgeschrieben prüfen und ersetzen
    Propeller ist beschädigtPropeller reparieren oder ersetzen
    Propellerwelle ist beschädigtVon Ihrem Händler warten lassen
    Trimmwinkel ist falschTrimmwinkel für einen möglichst effizienten Betrieb einstellen
    Motor ist in falscher Höhe am Heckspiegel montiertMotor auf die richtige Heckspiegelhöhe einstellen
    Bootsboden ist verschmutzt oder beschädigtBootsboden reinigen
    Pflanzen oder Fremdkörper am GetriebegehäuseFremdkörper entfernen und reinigen
    Motor vibriert übermäßigPropeller ist beschädigtPropeller reparieren oder ersetzen
    Motorbefestigungsschrauben sind lockerSchrauben festziehen
    Lenkzapfen ist lockerFestziehen
    Lenkzapfen ist beschädigtVon Ihrem Händler warten lassen

    7. Schaltplan

    Schaltplan F25/20BM, Seite 1

    Schaltplan F25/20BM, Seite 2

    | R | Rot | Y/R | Gelb/Rot | | Y | Gelb | O | Orange | | L | Blau | R/W | Rot/Weiß | | G | Grün | B | Schwarz | | Br | Braun | W | Weiß |

    Nr.BESCHREIBUNGNr.BESCHREIBUNG
    1Notleuchte/Zündsteuergerät (CDI)8Zündeinheit
    2Elektronische Wicklung9Zündkerze
    3Verstärkerwicklung10Automatischer Abschaltbefehl
    4Ölwannen-Drucksensor11Elektrischer Anlassermotor
    5Abschaltwicklung12Anlasserrelais
    6Hochspannungs-LED13Anlassermagnetschalter
    7Masse14Sicherungshalter

    F25/20BW

    Schaltplan F25/20FW, Seite 1

    Schaltplan F25/20FW, Seite 2

    RRot4Schalter
    YGelbY/RGelb/Rot3Zündung
    LBlauR/WRot/Weiß2Motor-Stoppschalter
    GGrünВSchwarz1Summer
    BrBraunWWeißNr.BESCHREIBUNG