Fehlerbehebung bei elektrischen Problemen von Parsun-Außenbordmotoren

Parsun-Außenbordmotoren sind für ihre Zuverlässigkeit bekannt, aber wie bei jedem Bootsmotor können auch hier elektrische Probleme auftreten. Diese reichen von einer einfachen durchgebrannten Sicherung bis hin zu komplexeren Bauteilfehlern. Dieser Leitfaden führt Sie durch die gängigen Schritte zur Fehlerbehebung bei Ihrem Parsun-Außenborder, damit Sie schneller wieder aufs Wasser kommen.

Sicherheit zuerst!

Bevor Sie mit der elektrischen Fehlersuche beginnen:

  • Stellen Sie sicher, dass der Motor AUS ist und der Schlüssel entfernt wurde.
  • Trennen Sie die Batterie (zuerst den Minus-, dann den Pluspol).
  • Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Bereich.
  • Wenn Sie sich bei einem Schritt unsicher sind, konsultieren Sie das Parsun-Benutzerhandbuch oder einen qualifizierten Bootstechniker.

Verwendung eines Multimeters zur Widerstandsmessung

Ein Multimeter ist ein unverzichtbares Werkzeug zur Diagnose elektrischer Probleme. Beim Messen des Widerstands (Ω):

  • Stellen Sie sicher, dass die Komponente vom Stromkreis getrennt ist (oder der Strom abgeschaltet ist).
  • Stellen Sie das Multimeter auf Ohm (Ω).
  • Berühren Sie mit den Prüfspitzen die angegebenen Testpunkte oder Kabel der Komponente.
  • Vergleichen Sie den Wert mit den unten angegebenen Werten oder einer zuverlässigen Komponentenliste. Werte außerhalb des angegebenen Bereichs deuten oft auf ein defektes Bauteil hin.

Tipp: Die in den Widerstandsdaten genannten Kabelfarben sind entscheidend, um die richtigen Kabel für den Test zu identifizieren.

Widerstand elektrischer Ersatzteile (bei 20℃)

ModellTeilenummerKomponentePrüfpunkte / Wert
F2.6F2.6-04000600ZündspuleHochspannungswicklung: 6,9kΩ ±10%
F4/F5F4-04000038ZündspuleNiederspannung: 1,5Ω ±10%
Hochspannung: 6,5kΩ ±10%
F5A/F6AF6-04000400ZündspuleWeiß:Schwarz: 424Ω ±10%
Hochspannung: 2,87kΩ ±10%
F8/F9.8F8-05000200Pulsspule207Ω ±20%
F8-05000300Zündspule320Ω ±10%
F8-05000500ZündspuleNiederspannung: 0,3Ω ±10%
Hochspannung: 12,2kΩ ±10%
F9.9/F15F15-11030000WElektromagnet4,2Ω ±10%
F15-07060001GleichrichterDC-Ausgang: 13,5 ±1V
F15-07000600ZündspuleNiederspannung: 0,2Ω ±10%
Hochspannung: 11,8kΩ ±10%
F15-07000200Pulsspule207Ω ±20%
F15-07000300Zündspule350Ω ±10%
F15-07000400Ladespule "a" & "b"0,4Ω ±10%
F20/F25F25-05120000ZündspuleNiederspannung: 0,3Ω ±10%
Hochspannung: 12,3kΩ ±10%
F25-05140000StatorBraun:Blau: 716Ω ±10%
Gelb:Grün: 7,7Ω ±10%
Gelb:Gelb: 1Ω ±10%
F25-05170500WGleichrichterDC-Ausgang: 13,5 ±1V
F25-05110000Pulsspule330Ω ±10%

Schritte zur Fehlerbehebung

  1. Batterie prüfen:
    • Stellen Sie sicher, dass sie vollständig geladen ist und die Pole sauber und fest sitzen.
  2. Sicherungen prüfen:
    • Ersetzen Sie durchgebrannte Sicherungen durch solche mit der richtigen Stärke.
  3. Kabel und Steckverbinder prüfen:
    • Suchen Sie nach losen, korrodierten oder beschädigten Kabeln und Steckverbindern.
  4. Wichtige elektrische Komponenten testen:
    • Verwenden Sie die obige Widerstandstabelle, um Zündspulen, Pulsspulen, Gleichrichter und Statoren zu prüfen.
  5. Auf Zündfunken prüfen:
    • Zündkerze herausnehmen, an das Kabel anschließen, erden und den Motor drehen. Achten Sie auf einen starken blauen Funken.
  6. Fachmann konsultieren:
    • Wenn Sie das Problem nicht identifizieren können, wenden Sie sich an einen qualifizierten Bootstechniker.